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So wohnt die Schweiz heute und morgen

Welche wichtigen Entwicklungen prägen unser Wohnen heute und in Zukunft? Welche Trends und Thesen zur Zukunft des Wohnens können ausgemacht werden? Eine Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) präsentiert Fakten und Zahlen.

Von Gergina Hristova

Die Familie ist nach wie vor die häufigste Lebensform der Schweiz. Die durchschnittliche Schweizer Familie lebt gemäss Zahlen der GDI-Studie zur Zukunft des Wohnens in folgendem Mietverhältnis: In einer 4-Zimmer-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, welches zwischen 1961 und 1970 gebaut und sanft renoviert wurde, auf einer Fläche von rund 80 m², mit einer Zentralheizung gespiesen durch Heizöl. Das Ganze kostet ca. 1800 Franken Miete pro Monat.

Wohnungsbestand
Die demografische und wirtschaftliche Entwicklung bestimmen die Nachfrage nach Wohnungen. Gemäss dem Bundesamt für Statistik können zwei Szenarien ausgemacht werden. Die erste Annahme geht davon aus, dass die Schweiz 2026 den Höchststand von 7,56 Millionen Personen erreicht, welcher danach bis 2040 auf 7,43 Millionen sinkt. In diesem Fall müssen bis zum Jahr 2030 rund 415'000 neue Wohnungen erstellt werden.

Das zweite Szenario rechnet mit einem Anstieg der Bevölkerungszahl bis 2040 auf 8,34 Millionen Personen. Bis zu diesem Zeitpunkt würden also rund 670'000 neue Wohnungen benötigt. Das entspricht einer mittleren Jahresproduktion von 17'000 Wohnungen sprich rund 30 Prozent weniger als zwischen 1990 und 2000.

Immer mehr hochbetagte Personen
Die Zahl der hochbetagten Personen (80 plus) wird sich bis 2040 mehr als verdoppeln. Die Zahl der Plätze in stationären Alterseinrichtungen muss sich somit ebenfalls mehr als verdoppeln. Das bedeutet, dass jedes Jahr vier Mal mehr Heimplätze geschaffen werden müssen als in den 90er Jahren. Als Alternative könnten Pflege- und Hausdienstleistungen für ältere Personen in Frage kommen.

Alterslose Wohnungen sind gefragt
Aufgrund dieser demografischen Entwicklung wird die Nachfrage nach altersgerechten respektive alterslosen Wohnungen steigen, die von 9 bis 99 Jahren ohne fremde Hilfe genutzt werden können.

Wohnungen werden zunehmend so gebaut werden, dass sie barrierefrei, anpassbar, klar strukturiert und rollstuhlgängig sind sowie über einen Lift verfügen. Die Bedürfnisse älterer Menschen werden vermehrt durch neue Dienstleistungen, Heim- und Pflegeservices zu Hause gedeckt. Gemeinschaftswohnungen und generationsübergreifende Wohnformen sind Varianten zu den erwähnten Dienstleistungen.

Lesen Sie auf den folgenden Seiten, mit welchen weiteren Entwicklungen wir beim Wohnen in der Schweiz in Zukunft rechnen können.

Zukunft des Wohnens
> Versingelung
> Wohnfläche
> Zersiedelung
> Umziehen
> Arbeitswege
> Wohnkosten
> Wohnverhalten


Wie wohnt die Schweiz morgen? Erfahren Sie es auf den folgenden Seiten.

Dieser Artikel basiert auf den Angaben der aktuellen Studie «Zukunft des Wohnens» des Schweizer Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) im Auftrag der Stiftung Wohnkultur. Autoren der Studie sind David Bosshart, Karin Frick und Mirjam Hauser vom GDI.

Lesen Sie hier unser Interview mit der Expertin des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI) Mirjam Hauser und erfahren Sie Weiteres zum Wohnen der Zukunft.
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