Jetzt ist höchste Zeit, Energie zu sparen!

Alle Welt spricht von der 2000-Watt-Gesellschaft, von Energiewende und Klimazielen. Doch für Laien ist es schwierig, für sich selbst eine «Energiebuchhaltung» zu führen. Hier eine Anleitung.

Von Jürg Zulliger

Hand aufs Herz: Könnten Sie auf Anhieb sagen, wie die Energiebilanz in Ihrem Haushalt aussieht? Wer nicht selbst Ingenieur, Haustechniker oder zumindest technisch gut geschult ist, kommt bei dieser Frage bald einmal ans Ende seines Lateins.

Massgeblich sind vor allem der Bedarf für Heizung und Warmwasser, Strom für Beleuchtung, Unterhaltungselektronik, Kochen und Kühlschrank. In neueren Gebäuden bedürfen oft noch weitere Anlagen einer Energiezufuhr von aussen, zum Beispiel Lift, Lüftung oder Kühlung.

Technik justieren

Thomas Ammann, Architekt beim Hauseigentümerverband Schweiz (HEV), hält dazu fest: «Wie bei allen Anlagen hängt die Effizienz und Funktionstüchtigkeit davon ab, ob wirklich alles richtig justiert ist und im Betrieb richtig läuft.» Wenn zum Beispiel die Thermostatventile falsch eingestellt sind und man die Temperatur stattdessen übers Lüften reguliert, verpufft unnötig viel Wärmeenergie. Desgleichen setzt die richtige Einstellung von Heizung oder Wärmepumpe, Wärmeverteilung und Lüftung einiges an Sachverstand und Erfahrung voraus.

Rechenschaft ablegen

Letztlich ist entscheidend, über den Einkauf und Bezug von Energie Buch zu führen. Denn erst mit dem korrekten Zusammenspiel der Technik und dem richtigen «Controlling» zeigt sich, ob die Energiebilanz wirklich stimmt.