Tipps im Alltag

Beim Gebäude kommt es darauf an, gute Fenster einzubauen und die Wärmedämmung zu verbessern. Selbst ältere Gebäude lassen sich mit der nachträglichen Verbesserung von Kellerdecken, Dach und Fassade mit vertretbaren Aufwand optimieren. Immer noch viel Energie geht in alten Häusern über Aussenwände, Fenster und Dach verloren.

Vernünftig heizen

Weiter ist es wichtig, die Raumtemperatur korrekt zu regulieren und die Nachtabsenkung der Heizung richtig einzustellen. In den weitaus meisten Fällen müssten auch im Winter 21 Grad Celsius genügen. Nicht benutzte Räume oder auch das Schlafzimmer sollten gar nicht oder nur auf eine niedrigere Temperatur geheizt werden.

Wenn das Haus einmal optimiert ist, zeigt die persönliche Energiebuchhaltung oft, dass dafür der prozentuale Anteil des Haushaltstroms zunimmt. «In guten Häusern ist es gut möglich, dass der Haushaltstrom für Beleuchtung, Küche etc. mehr als die Hälfte ausmacht», erläutert Thomas Ammann vom Hauseigentümerverband Schweiz (HEV). Durch bessere Geräte (Energieetikette A+++), moderne LED-Beleuchtung und richtiges Verhalten lässt sich der Verbrauch senken. Beispiel: Müssen Radio, TV, Computer, Ladegeräte fürs Handy und Kaffeemaschine den ganzen Tag am Stromnetz hängen, auch wenn sie gar nicht gebraucht werden? Der Stand-by-Verbrauch in vielen Haushalten ist enorm.

Konsum hinterfragen

So manche Fehleinschätzung hat auch mit unserem Wohlstand zu tun. Beispiel: Der energieeffiziente Kühlschrank macht die Energiebilanz nicht wirklich besser, wenn er doppelt so gross ist wie der alte und wenn man dann auch noch gleich eine neue grosse Tiefkühltruhe anschafft.

Oder haben Sie gewusst, dass in der Schweiz im Wohnbereich pro Tag und Person 158 Liter wertvolles Trinkwasser verbraucht wird? Rund ein Drittel davon geht auf das Konto von Toilettenspülungen. Wenn wir mit Ressourcen sparsamer umgehen wollen, müssen wir auch das Verhalten im Alltag ändern.