Kein Ärger mit Handwerkern

Handwerkerarbeiten fallen bei Wohneigentum relativ häufig an. Damit es bei Vereinbarungen über Preise und Leistungen nicht zu Missverständnissen kommt, braucht es klare Abmachungen. Wir verraten Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Von Jürg Zulliger

Für Haus- und Wohnungseigentümer ist es alltäglich, dass sie Handwerker ins Haus bestellen. Ein Maler ist höchst willkommen, um etwas frische Farbe ins Heim zu zaubern, denn der neue Glanz lässt ganz andere Wohngefühle aufkommen. Oder man ruft nach einem Gärtner, um die üppig wuchernde Gartenpracht wieder etwas zurechtzustutzen.

Wenn dann später die Rechnung ins Haus flattert, ist die Freude manchmal getrübt. Immer wieder kommt es zu Missverständnissen, was vereinbarte Preise und Leistungen betrifft. Es wäre aber in der Regel falsch, den Handwerkern, Baufirmen und Lieferanten böse Absichten zu unterstellen. Ursache von Differenzen sind meist Kommunikationsprobleme.

Unklare Abmachungen

Der Zürcher Bauherrenberater Christian Keller sagt: «Handwerker und Besteller sprechen oft nicht die gleiche Sprache.» Welcher Laie weiss denn schon genau, was mit Fugenband, Deckleisten, Massaufnahme und Regiepreisen gemeint ist? Ursache eines Streits um Preis, Termine oder Baumängel sind häufig vage Bestellungen, nebulöse Abmachungen und bloss ungefähr vereinbarte Preise. Im Nachhinein muss man sich also nicht wundern, wenn die Auseinandersetzung so ihren Lauf nimmt.

Leichfertige Auftragserteilung

In der Praxis beauftragen viele Leute Handwerker bloss telefonisch bzw. mündlich, ohne selbst genau zu wissen, was sie überhaupt bestellt haben. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass solche Aufträge doch rasch einmal ein Volumen von mehreren Tausend oder sogar mehreren Zehntausend Franken ausmachen. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung, mit klaren Abmachungen und lupenreinen Verträgen hingegen lassen sich die gröbsten Probleme sehr wirksam vermeiden.