Ökologie und Qualität

Systemhäuser aus Holz liegen auch deshalb im Trend, weil sie in der Herstellung und im Betrieb ökologisch und nachhaltig sind. «In den Schweizer Wäldern hat es Holz im Überfluss», betont Michael Meuter vom Branchenverband Lignum. Holz als Werkstoff ist eine natürlich vorhandene Ressource, deren Verarbeitung mit vergleichsweise wenig Aufwand und mit wenig Energie möglich ist (weniger graue Energie als bei anderen Materialien).

Gebäude im Holzrahmenbau sind zudem prädestiniert, von Anfang an als Minergie- bzw. Niedrigenergiehäuser konzipiert zu werden. Die statisch tragende Struktur kann gut ausisoliert werden. Oder anders gesagt: Bei gleich guter Wärmeisolation kann in einem solchen Wohnhaus mehr Wohnfläche angeboten werden.

Die meisten Zimmereien, Architekten und Generalunternehmer, die sich auf dieses Segment spezialisiert haben, profilieren sich zugleich als Anbieter einer ökologisch und baubiologisch vorbildlichen Bauweise.

Das nachhaltigste Haus

Die deutsche Holzsystembaufirma Baufritz feierte zum Beispiel im Mai in der Nähe von Thun (BE) die Fertigstellung eines völlig neuartigen Wohn- und Geschäftshauses. Laut Eigenwerbung ist es das «nachhaltigste Haus der Schweiz». Wie Geschäftsführerin Dagmar Fritz-Kramer erläutert, setzt das Projekt bei der Baubiologie und beim Energie sparen neue Massstäbe: «In Zusammenarbeit mit der ETH Zürich werden wir den ökologischen Fussabdruck dieses Referenzhauses ermitteln.» Das heisst: Die gesamte Energiebilanz von der Herstellung, über Betrieb, Heizung und Nutzung bis zum späteren Rückbau des Gebäudes wird detailliert ausgewertet.

Unter Berücksichtigung von Baugrube, Aushub, Planung, Innenausbau, aufwändiger Technik etc. sind allerdings Holzsystemhäuser nicht wirklich preiswerter als konventionelle Bauten. Doch punkto Werthaltigkeit, Qualität und Sparsamkeit im Betrieb versprechen diese Häuser, den höchsten Ansprüchen zu genügen.

Holzsystembau