Versicherungen für Eigentümer

Verschaffen Sie sich einen kleinen Überblick über die wichtigsten Versicherungen für Käufer und Eigenheimbesitzer.

Von Gergina Hristova

Wer eine Immobilie kauft oder baut, braucht Versicherungen.

Wenn es um das Eigenheim geht, ist die Gebäudeversicherung in den meisten Kantonen obligatorisch. Der Abschluss dieser Versicherung hat vor Baubeginn zu erfolgen, damit die Deckung bereits während der Bauzeit gilt.

Gebäudeversicherungen sind sehr unterschiedlich. Abdecken sollte eine Gebäudeversicherung auf jeden Fall Feuer und Elementarschäden (Hochwasser, Überschwemmung, Sturm, Hagel, Lawine, Schneedruck, Felssturz, Steinschlag, Erdrutsch). Empfehlenswert ist auch eine Abdeckung von Schäden am Gebäude durch Wasser (d. h. durch Flüssigkeiten aus Leitungen und Anlagen).

Anzuraten ist eine Versicherung, welche zusätzlich zu den bereits erwähnten Risiken die - wie sie in der Versicherungsbranche genannt werden - «fortlaufend festen Kosten» abdeckt. Ein Beispiel: Wenn Ihr Haus abbrennt und für eine Weile unbewohnbar ist, müssen Sie sich unter Umständen eine Mietwohnung auf Zeit suchen. Die Hypothekarzinsen und andere nicht abbaubare Kosten fallen weiterhin an. Eine Doppelbelastung kann so vermieden werden.

Bauversicherungen

In Zusammenhang mit einem Bauvorhaben (Neubau/Umbau/Sanierung) empfiehlt sich zusätzlich zur Gebäudeversicherung der Abschluss einer Bauherrenhaftpflicht- sowie einer Bauwesenversicherung. Oftmals werden diese Versicherungen aber bereits durch den Architekten oder Generalunternehmer abgeschlossen.

Bauversicherungen gibt es wie Sand am Meer, doch der Deckungsbeitrag ist nicht bei allen gleich. Dieser muss genau unter die Lupe genommen werden, denn häufig ist der Unterschied im Kleingedruckten. Günstigere Prämien weisen dann auf den zweiten Blick deutliche Deckungsunterschiede auf, welche einem die Entscheidung für die passende Versicherung erleichtern.

Ein Beispiel: Es gibt Bauversicherungen, die eine Mehrkostendeckung einschliessen. Mit anderen Worten: Wenn während der Bauarbeiten eine Decke unerwartet einstürzt, kann der Zeitplan des Baus eng werden. Um den Zeitverlust zu kompensieren, werden Überstunden gemacht oder zusätzliche Arbeitskräfte eingesetzt. Daraus entstehen Mehrkosten, welche je nach Bauvorhaben sehr hoch ausfallen können.

Der Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung ist zwar nicht obligatorisch, aber sehr zu empfehlen. Wie schnell fällt einmal ein Hammer vom Gerüst und trifft ein Auto oder gar einen Menschen? Und wenn es dann niemand gewesen sein will, wird der Bauherr in die Verantwortung genommen, was ihm teuer zu stehen kommen kann.

Versicherungen nach dem Bau

Nach dem Bau oder beim Kauf von Wohneigentum ist der Abschluss einer separaten Gebäudesachversicherung und Gebäudehaftpflichtversicherung sowie einer Haushaltversicherung (Privathaftlicht und Hausrat) zu empfehlen.

Die Privathaftpflichtversicherung ist äusserst wichtig. Denn wenn im Winter ein Eiszapfen vom Dach auf einen Passanten herunterfällt oder der Postbote auf dem vereisten Gartenweg oder Vorplatz ausrutscht und sich verletzt, kann der Hauseigentümer zur Verantwortung gezogen werden.

Bei der Hausratversicherung sollte man sich vor allem fragen, wie weit die Abdeckung gehen soll. Wollen Sie beispielsweise auch den Inhalt der Kühltruhe bei einem längeren Stromausfall versichern? Oder möchten Sie z. B. eine Art Kaskoversicherung für Freizeitgeräte wie Ihr Fahrrad?

Alle Versicherungen von einem Anbieter?

Es ist nicht gesagt, dass alle Versicherungen unbedingt bei einem einzigen Anbieter abzuschliessen sind. Es ist jedoch zumindest sinnvoll, die einzelnen Policen auf nicht allzu viele Versicherungsgesellschaften aufzuteilen. So lohnt es sich, die Bauversicherungen (Bauherrenhaftpflicht- und Bauwesenversicherung) beim gleichen Anbieter abzuschliessen. So muss bei einem Schadenfall nur ein Versicherer involviert werden, was Zeit und Nerven spart.

Ansonsten sollte man die Preise und insbesondere auch die Leistungen vergleichen.

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