Erdbebenversicherungen

Erdbeben sind in der Schweiz eine ernstzunehmende Bedrohung. Obwohl diese grosse Schäden verursachen können, werden sie gegenwärtig nur zum Teil abgedeckt - und erst nach einem Abzug eines Selbstbehaltes von 10 Prozent der Versicherungssumme. Hypotheken sind gar nicht abgesichert.

In vielen Kantonen Pool vorhanden

In den meisten Kantonen haben die staatlichen Monopol-Gebäudeversicherungen einen Pool für die Erdbebenversicherung, der freiwillig max. 2 Milliarden Franken auszahlen würde. Der aktuelle Wert aller Gebäude liegt aber bei 1600 Milliarden.

Kanton Zürich gut abgesichert

Anders ist das im Kanton Zürich. Dort sind Gebäude via die kantonale Gebäudeversicherung automatisch und zurzeit ohne Aufpreis auch gegen Erdbeben versichert. Dies zwar nur beschränkt, aber immerhin steht der kantonalen Gebäudeversicherung derzeit 2 x 1 Milliarde Franken jährlich für 2 x 1 Erdbeben zur Verfügung, und zwar allein für den Kanton Zürich.

Ungelöstes Problem

In den Kantonen Genf, Uri, Schwyz, Tessin, Appenzell Innerrhoden, Wallis und Obwalden ohne staatliches Monopol hatten die privaten Versicherer noch bis Ende 2010 eine freiwillige Maximaldeckung von 200 Millionen zur Verfügung gestellt. Diese haben sich nun aber zurückgezogen, da der vorgenannte Pool aufgelöst wurde.

(Zusätzliche) Erdbebenversicherung in Betracht ziehen

Klar ist, dass das bereit gestellte Geld bei einem starken Erdbeben nicht ausreicht. Deshalb bieten Versicherungen wie z. B. Allianz, Generali, Nationale, Lloyds usw. in allen Kantonen Deckung an. Es lohnt sich, zu vergleichen.

Mehr Informationen zum Thema findet man beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation und den Kantonalen Gebäudeversicherungen.