Der Business-Plan fürs Eigenheim

Gerade Wohneigentümer sind gut beraten, sich schon in der Lebensphase zwischen 50 und 55 Jahren mit Pensionierungsfragen zu befassen. Ein erfahrener Finanzplanungsexperte einer Grossbank stellt dazu fest: «Erfahrungsgemäss glauben viele Leute im Alter 55, dass das Thema noch nicht eilt. Wir finden es aber zweckmässig, sich etwa zehn Jahre vor der Pensionierung beraten zu lassen.»

Denn wer erst mit 60 oder 62 damit anfängt, hat nur noch wenig Spielraum, die Weichen anders zu stellen und durch eigene Sparanstrengungen finanzielle Lücken zu schliessen.

Einnahmen und Ausgaben

A und O einer klugen Planung ist zunächst einmal die Aufstellung eines Budgets. Dazu sind alle Haushaltsausgaben übers Jahr aufzuschlüsseln, was in der Praxis nicht immer einfach ist. Wer Wohneigentümer ist, muss vor allem Unterhalts- und Nebenkosten, Zinsen und je nach dem noch Amortisationen bestehender Hypotheken einfliessen lassen.

Den Einnahmen sind die künftigen, voraussichtlichen Renteneinnahmen gegenüberzustellen. Hier gilt die Regel: Nach dem Übergang in den Ruhestand müssen alle laufenden Kosten aus AHV- und Pensionskassenrenten, durch eigene Sparanstrengungen aus Säule 3a und 3b sowie über das eigene Vermögen finanziert werden. Im Alter liegen die Einkünfte oft 25 oder 30 Prozent tiefer als in der Erwerbsphase.

Wichtige Unterlagen dazu sind das eigene Vermögensverzeichnis, dann vor allem der Pensionskassenausweis sowie Informationen zur AHV; im Hinblick auf die Pensionierung lohnt sich eine Rentenvorausberechnung, die bei der AHV in der Regel kostenlos erhältlich ist.

Vorsorge fürs Eigenheim