Immobilie als «Tafelsilber»

Die Wohneigentumsquote in der Schweiz steigt weiter und in vielen Familien haben Liegenschaften als «Tafelsilber» und immer mehr als Altersvorsorge an Bedeutung gewonnen. Als Grundlage der Planung sollte man sich Rechenschaft darüber ablegen, wie sich der aktuelle Verkehrswert entwickelt hat. Während in Genf oder Zürich die Preise neuer Eigentumswohnungen - vor allem aufgrund hoher Landpreise - stark gestiegen sind, unterliegen andere Regionen anderen Gesetzmässigkeiten.

An B-Lagen oder bei stark baufälligen Objekten ist der aktuelle Wert oft tiefer als die Eigentümer geglaubt haben. Im Hinblick auf die Pensionierung muss man sich beizeiten Gedanken machen, wann welche Anpassungen oder Renovationen zweckmässig sind und wie sie sich finanzieren lassen. Liegt der Immobilienwert zu tief, oder wirft die finanzielle Tragbarkeit überhaupt Fragen auf, ist meist keine Aufstockung der Hypothek möglich.

Auch den emotionalen und familiären Aspekten ist die nötige Aufmerksamkeit zu schenken: Wo sieht man längerfristig seinen Lebensmittelpunkt? Wie könnte eine Nachfolgeregelung oder Nachlassplanung im Zusammenhang mit dem Haus aussehen? Was sind die Wohnbedürfnisse und -wünsche der Nachkommen? Eignen sich der Baustandard und die Lage als Alterssitz?

Diese Fragen sollten im Kreis der Familie, je nach dem auch in Kooperation mit dem Kundenberater der Bank oder einem Notar erörtert werden. Wer rechtzeitig damit anfängt, wird der Pensionierung gelassen entgegensehen.

Vorsorge fürs Eigenheim