Mehrfamilienhaus - Definition und Fakten

In der heutigen Zeit gibt es verschiedene Möglichkeiten, die eigenen Vorstellungen vom Wohnen zu verwirklichen. Während es die einen Personen in ein Einfamilienhaus zieht, wählen die Anderen ein Leben in einem Mehrfamilienhaus. Dazu gehören auch Reihenhäuser, Zweifamilienhäuser oder Doppelhaushälften. Diese Häuser haben eine Gemeinsamkeit; innerhalb eines Hauses sind verschiedene Wohnungen über mehrere Etagen verteilt, die sich Treppenhaus und Hauseingang teilen. Obwohl sich in den letzten Jahren viele Schweizer ihren Traum vom Eigenheim erfüllt haben, blieb der Anteil der Mehrfamilienhäuser im Gebäudemarkt stabil. Im Jahr 2016 waren gemäss Bundesamt für Statistik 26,4% der Gebäude als Mehrfamilienhäuser klassifiziert. Diese Zahl hat sich seit dem Jahr 1990 nur um 0,8% erhöht. Im Gegensatz dazu verezeichnete der Anteil der Einfamilienhäuser einen Zuwachs von 3,4% auf 57,2%.

Welches Haus ist für mich das Richtige?

Ob Ihre Traumwohnung in einem Mehrfamilienhaus mit sechs oder acht Wohnungen, oder in einem kleineren Objekt wie zum Beispiel einem Zweifamilienhaus liegt, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab. Die Nähe zur Arbeitsstelle oder die Anbindung an den öffentlichen Verkehr können einen grossen Einfluss auf den Suchradius haben. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist zudem die finanzielle Situation. Die Lage und der Standort der Wohnung können für ein Mietobjekt, zum Beispiel in Zürich, und einem Vorort mit identischer Ausstattung, mehrere hundert Franken Unterschied in der Monatsmiete bedeuten. Eine Faustregel besagt, dass höchstens etwa ein Drittel des Einkommens für die Miete ausgegeben werden sollte.​​​​​​​

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Leben im Doppelhaus

Wohnen im Mehrfamilienhaus ist die mit Abstand häufigste Wohnform in der Schweiz. Das Leben für Familien in einem Mehrfamilienhaus bringt diverse Vorteile: In städtischen Gebieten ermöglicht es, die begrenzten Flächen zum Hausbau effizienter auszunutzen. Die Nähe zu anderen Familienmitgliedern oder der Verwandtschaft eröffnet viele Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten. Für den Umgang mit den anderen Parteien besteht jeweils eine Hausordnung. Diese regelt im Normalfall alle Fragen ums Thema Lärm, Sauberkeit, Wäsche, aber beinhaltet auch Informationen zur Sicherheit, etc. Natürlich können trotz aller Rücksichtnahme auf die Nachbarn Konflikte entstehen. Wichtig ist in diesem Fall, dass zuerst das direkte Gespräch gesucht wird.

Nebenkosten in einem Mehrfamilienhaus

Die Nebenkosten in einem Mehrfamilienhaus werden entweder per Zähler in der Wohnung, oder über einen Verteilschlüssel abgerechnet. Es wird zwischen neutralen und verbrauchsabhängigen Kosten unterschieden. Dabei werden die neutralen Kosten, wie zum Beispiel der Lohn des Hauswarts, welcher unabhängig zur Grösse der Wohnung steht, gleichmässig auf die Anzahl der Wohnungen verteilt. Um eine gerechte Aufteilung der verbrauchsabhängigen Kosten zu gewährleisten, eignet sich am besten eine Verteilung nach Quadrat- oder Kubikmeter der einzelnen Wohnungen.

Zu den verrechenbaren Nebenkosten in der Schweiz gehören:

  • Heizung
  • Kalt- und Warmwasser
  • Hauswart
  • Treppenhausreinigung
  • Garten- und Umgebungsarbeiten
  • Schneeräumung
  • Abwassergebühren und Kehrichtabfuhr

Falls der Vermieter aber Reparaturen oder Investitionen vornehmen möchte, müssen diese vom Mieter nicht mitgetragen werden.

Mehrfamilienhaus als Anlageobjekt?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein Fakt ist aber, dass das Bauland in der Schweiz immer knapper wird und die Preise in die Höhe steigen. Dies führt wiederum zu einer dichteren Bauweise, welche in Form eines Mehrfamilienhauses ein bestehendes Grundstück effizienter ausnutzen kann. Die Preise und damit auch die Rendite hängen jedoch stark von der Lage, dem Ausbaustandard des Gebäudes und vielen weiteren Faktoren ab. Daher ist der Kauf eines Mehrfamilienhauses als Anlageobjekt in den letzten Jahren deutlich attraktiver geworden.

Im Vergleich zu einem Einfamilienhaus lohnt es sich finanziell eher, ein Mehrfamilienhaus zu kaufen. Ein wichtiger Grund liegt im geringeren Risiko von Mietausfällen, da die Mieteinnahmen auf mehrere Wohnungen verteilt sind. Somit sind Sie besser abgesichert, als wenn Sie ein Haus vermieten, welches im ärgsten Fall auch mal über ein paar Monate leer steht. Dies wiederum macht das Mehrfamilienhaus zu einem beliebten Anlageobjekt für die Altersvorsorge. Allerdings gibt es auch Nachteile, wenn Sie ein Mehrfamilienhaus kaufen, denn die anfängliche Investition ist hoch und die Mieteinnahmen können unregelmässig sein, sodass dies Probleme bei der Tilgung des Kredits verursachen könnten.

Bau eines Mehrfamilienhauses

Heutzutage gibt es neben dem Gang zum Architekturbüro auch die Möglichkeit, ein Mehrfamilienhaus als Fertighaus zu bauen. Damit eine Finanzierung eines solchen Projektes möglich wird, müssen mindestens 20% des Kaufpreises aus eigenen Mitteln eingebracht werden. Häufig wird dabei ein Mix aus flüssigen Mitteln, Wertschriften, oder auch Geldern aus der gebundenen privaten Vorsorge verwendet. Die übrigen 80% werden im Normalfall durch eine Hypothek von der Bank Ihres Vertrauens gedeckt. Berechnen Sie mit unserem Hypothekenrechner sofort und unkompliziert die zu erwartenden monatlichen Kosten.

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