Regeln und Freiräume

Eigentlich geht es beim Ganzen um die Kommunikation: Sprechen Sie miteinander, teilen Sie die Pflichten auf aber sorgen Sie gleichzeitig dafür, dass das Zusammenleben nicht zum Gefängnis wird.

Teilen sie die anstehenden Hausarbeiten unter sich auf

Sobald man sich etwas eingelebt hat, braucht es Regeln. Wer übernimmt zum Beispiel das Einkaufen? Den Abwasch? Wer entsorgt den Müll? Wer sorgt für Ordnung? Wer putzt was und wie oft? Wer wäscht und bügelt? Es gibt natürlich externe Reinigungskräfte, aber das dürfte manches junge Budget sprengen. Deshalb loten Sie aus, was wem am besten liegt und teilen Sie die unangenehmen Arbeiten auf (zum Beispiel: Heute putze ich, morgen Du. Oder: Wenn jemand mit Putzen dran ist, kocht der andere dafür usw.).

Besuche: Was ist erlaubt, was nicht?

Auch über allfällige Besuche sollten Sie sprechen. Soll der Kaffeeklatsch unter Freundinnen oder der Jass unter Kumpels zu Hause stattfinden? Notfalls können soziale Kontakte auch an andern Orten stattfinden. Denn je nach Grösse der Wohnung können solche Besuche für den Partner/die Partnerin unangenehm sein. Und noch etwas: Kommunizieren Sie möglichst oft. Besprechen Sie Probleme und lassen Sie sie nicht anstehen.

Schaffen Sie sich einen Rückzugsort

Selbst in der besten Partnerschaft braucht der Mensch einen gewissen Freiraum, sei dies nun innerhalb oder auch ausserhalb der Wohnung. Sonst geht man sich rasch einmal auf die Nerven. Ein Zimmer für sich selbst zu haben, wäre ideal. Falls dies nicht möglich ist und man nur ein Wohn- und ein Schlafzimmer hat, kann man die beiden Räume so ausstatten, dass beide sich in jedem Raum wohlfühlen (zum Beispiel TV, bequemes Möbel zum Sitzen und/oder Liegen, gutes Leselicht in beiden Zimmern). Dann kann man sich bei Bedarf aus dem Weg gehen, indem sich der eine im Wohn- und der andere im Schlafzimmer aufhält.

Pflegen Sie Ihre Hobbys und den Freundeskreis

Wichtig ist auch, dass man seine persönlichen Hobbys und Freunde weiter pflegt. Schränken Sie sich gegenseitig nicht zu stark ein, das geht auf die Dauer nicht gut. Achten Sie darauf, dass Sie den Rückzug des Partners nicht als Ablehnung erleben. Sorgen Sie aber auch immer wieder für gemeinsame Aktivitäten und Erlebnisse, so kehrt genügend Abwechslung in den Alltag ein.

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