Geplant vorgehen und suchen

Wer eine preiswerte Wohnung sucht, sollte sich vorgängig überlegen, welche Eigenschaften das gewünschte Objekt wirklich haben sollte:

  • maximale Miete und Nebenkosten
  • Anzahl Zimmer, Fläche, Raumaufteilung
  • Ausbaustandard und Aussicht
  • Balkon, Terrasse, Garten
  • Lage, Erschliessung durch öffentlicher und privater Verkehr, Distanz zum Arbeitsort.

Unsere Checkliste zur Bedürfnisabklärung bei der Mietwohnungssuche hilft Ihnen dabei, sich noch klarer über die Anforderungen an Ihre Mietwohnung zu werden.

Vielleicht gibt diese Auslegeordnung bereits Aufschluss darüber, wo man Abstriche machen könnte und wo nicht. Die grösste Hebelwirkung entfaltet meist der Standortentscheid: Wenn es nicht unbedingt eine 1a-Lage in der City sein muss, findet man bereits 10 bis 15 Kilometer von einer Stadt entfernt recht preiswerte Mietobjekte. Man muss nicht gleich ab in die Berge, aber etwas weiter weg von den Städten ist das Leben noch preiswerter. Ina Adamopoulos vom Mata-Dienst in Zürich sagt zum Beispiel: «In Dürnten, Elgg oder Bubikon haben wir sogar ganze Häuser mit fünf oder sechs Zimmern, die nicht mehr als 1600 Franken im Monat kosten.»

Zuerst Budget erstellen

Bei dieser Auslegeordnung zu Beginn kommt es auch auf das richtige Budget an. Die Monatsmiete sollte nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen. Bei unterdurchschnittlich tiefen Einkommen sind oft sogar schon 25 Prozent an der Grenze dessen, was noch ertragbar ist. Wer mit Taschenrechner und Bleistift sein Budget durchrechnet, muss daran denken, dass Wohnungsmieten - etwa bei Renovationen - auch steigen können. Und die Nebenkosten erscheinen manchmal im Voraus recht günstig, während dann nach der Heizkostenabrechnung aber noch hohe Nachzahlungen fällig werden. Also gilt: nicht allzu knapp rechnen!

Geduld zahlt sich aus

Wenn man sich Zeit nimmt, ist man grundsätzlich im Vorteil. Wer unter Druck unbedingt ein günstiges Dach über dem Kopf finden muss, hat meist wenig Glück. Ungemütlich kann es werden, wenn man Hals über Kopf einen Mietvertrag unterschreibt und dann wieder aussteigen möchte. Wer einmal unterschrieben hat, muss die vertraglichen Bedingungen erfüllen und bis zum nächsten Kündigungstermin warten oder solvente Ersatzmieter stellen. Wer hingegen reichlich Zeit hat und alle Suchmöglichkeiten ausschöpft, wird erstaunlich oft dafür belohnt.

Um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen, sollte man auch kommerziellen Wohnungsvermittlern nicht blind vertrauen. Sie verlangen oft gesalzene Provisionen, oder nehmen ihren Klienten viel Geld ab, selbst wenn sie Wohnungssuchenden gar nicht weiterhelfen können.

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