Kleiner Unterhalt

Laut Gesetz und Mietvertrag ist der Mieter für den so genannten «kleinen Unterhalt»zuständig. Zu diesem gehören kleine, für den gewöhnlichen Unterhalt erforderliche Reinigungen oder Ausbesserungen, die ein durchschnittlich begabter Mieter selber erledigen kann.

Die Grenzen sind hier umstritten. Eine Faustregel besagt, dass die Kosten für kleine Ausbesserungen einen Richtwert von 150 Franken pro Reparatur nicht überschreiten dürfen. Meist findet sich in den allgemeinen Bestimmungen zum Mietvertrag eine Auflistung dieser Arbeiten.

Dies darf allerdings nicht dazu führen, dass der Mieter zu Kostenübernahmen verpflichtet wird, die den gesetzlichen Rahmen sprengen.

Das gehört zum «kleinen Unterhalt»

Zum «kleinen Unterhalt» gehören: Das Ersetzen zerbrochener Zahngläser, undichter Duschschläuche, kaputter Seifenschalen, defekter Rollladengurte, Schalter und Steckdosen, von Plastikkörbchen im Geschirrspüler sowie von Backblechen

  • Das Auswechseln von Sicherungen
  • Das Reparieren oder Ersetzen kaputter Türschlösser
  • Das Abdichten von Gas- und Wasserhahnen
  • Der Ersatz von Wasserhahn-Packungen
  • Schnee- oder Eisräumarbeiten auf Balkon und Terrasse.

Pflicht für jeden Mieter

Vor dem Auszug aus einer Wohnung sind alle zum «kleinen Unterhalt» zählenden Ausbesserungen vorzunehmen. Sonst kann sie der Vermieter dem Mietenden in Rechnung stellen. Beim Einzug in eine Wohnung darf man dafür vom Vermieter verlangen, dass auch kleine Ausbesserungen und Mängel von ihm behoben werden.

Mietrecht