Wie ist die Zinsentwicklung in der Schweiz?

Mit der interaktiven Infografik können Sie sich die Zinsentwicklung der drei Hypothekarmodelle Festhypothek, variable Hypothek und Libor Hypothek anzeigen lassen. Die entsprechenden Daten stammen von der Schweizerischen Nationalbank sowie von einem selbst berechneten Marktdurchschnitt.

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Da es bei dem Hypothekarzinssatz ständig zu Veränderungen kommen kann, ist es schwierig, den richtigen Zeitpunkt für einen Immobilienkauf zu evaluieren. Obwohl die Zinsentwicklung in erster Linie von den Entscheidungen der Schweizer Nationalbank abhängen, gibt es noch weitere Faktoren, welche den Zinssatz beeinflussen.

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Wie ist die Zinsentwicklung für die einzelnen Hypothekarmodelle?

In erster Linie wird die Zinshöhe von der Nationalbank beeinflusst. Darüber hinaus sind weitere Faktoren wie Inflation und Konjunktur ausschlaggebend. Der Verlauf der Geldmarkt-Zinsen hat Auswirkungen auf die Entwicklung der Hypothekarzinsen. Die SNB fokussiert vor allem darauf, stetige Preisstabilität zu gewährleisten. In den letzten Jahren hat sich die SNB bemüht, die Aufwertung des Schweizer Frankens zu kontrollieren, indem sie die Leitzinsen tief hielt. Damit waren Investitionen in Schweizer Franken nicht attraktiv und es ging ein Abwärtstrend der Hypothekarzinsen einher.

  • Festhypothek: Bei einer Festhypothek wird ein fixer Zinssatz definiert, welcher über die gesamte Vertragsdauer konstant bleibt. Die Laufzeit wird durch Sie festgelegt und die Vertragsdauer beträgt mindestens ein Jahr. Dies bietet den Vorteil, dass Sie von Anfang an genau wissen, wie hoch Ihre Zinsbelastung über den festgelegten Zeitraum sein wird. Dadurch ist Ihre Immobilienfinanzierung gegen Zinserhöhungen abgesichert. Eine Festhypothek ist die ideale Option, wenn erwartet wird, dass das Zinsniveau in Zukunft steigt. Wenn die Zinsen nach Vertragsabschluss jedoch sinken und Sie deswegen frühzeitig den Vertrag auflösen möchten, müssen Sie mit Kündigungsgebühren rechnen.

 

  • Variable Hypothek: Bei diesem Hypothekarmodell steht es der Bank frei, den Zinssatz festzulegen, wobei sie sich stark am allgemeinen Zinsniveau orientiert. Dabei gibt es keine Mindestlaufzeit und der Vertrag kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist jederzeit gekündigt werden. Dieses Hypothekarmodell ist vor allem von Vorteil, wenn die Immobilie demnächst verkauft werden soll oder wenn Sie nur eine Übergangsfinanzierung benötigen. Wenn sinkende Zinsen erwartet werden, kann eine variable Hypothek günstiger als eine Festhypothek ausfallen.

 

  • Libor Hypothek: Dieses Hypothekarmodell orientiert sich direkt am Geldmarkt. Libor ist dabei der Name des verwendeten Referenzzinssatzes (London Inter Bank Offered Rate), welcher täglich festgelegt wird. Zusätzlich enthält der effektive Libor-Zinssatz eine von der Bank berechnete Marge. Die Libor-Hypothek ist somit das einzige Modell, welches sich direkt am Geldmarkt orientiert. Der Hypothekarzinssatz wird dabei je nach Vertrag alle 1, 3, 6 oder 12 Monate neu festgelegt. Im Gegensatz zur variablen Hypothek ist die Laufzeit in der Regel festgelegt.

 

  • Online-Hypothek: Die Online-Hypothek beinhaltet die Hypothekarmodelle der Festhypothek, der variablen Hypothek und der Libor Hypothek. Die Online-Hypothek unterscheidet sich grundsätzlich nicht von den einzelnen Hypothekarmodellen, sondern bietet durch die reduzierte Beratungsdienstleistung des Kreditinstituts attraktive Zinssätze, die im Durchschnitt 20 – 30 % günstiger sind als die herkömmlichen Hypothekenformen. Die Online-Hypothek eignet sich vor allem für erfahrene Kreditnehmer und für die Ablösung oder Verlängerung der Hypothek.