Richtig packen beim Umzug

Gut gepackt ist halb gezügelt: Egal, ob ein Umzugsunternehmen oder private Helfer deine Kisten und Möbel tragen. Wenn du beim Packen ein paar einfache Tipps befolgst, sorgst du für einen stressfreien Umzug und vor allem für ein schnelles Auspacken in der neuen Wohnung.

Umzug organisieren: Unsere 10 Tipps zum richtigen Packen

Tipp 1: Ausmisten

Es gibt wohl keinen besseren Zeitpunkt sich von unnötigem Ballast zu befreien als beim Umziehen. Alte Bücher, kaputte Schlittschuhe oder der Kindersitz, aus dem der Nachwuchs längst herausgewachsen ist: Jetzt lohnt es sich durch alle Möbel in der Wohnung und im Keller zu gehen und ganz bewusst zu entscheiden, was man in die neue Wohnung mitnehmen möchte und was wegkann.

So reduzierst du nicht nur das Umzugsgut, sondern tust dir selbst auch was Gutes. Denn alten Kram, den man nicht mehr braucht, loszuwerden, ist einfach befreiend.

Unser Tipp: Fange rechtzeitig an, dein Umzugsgut zu organisieren. Entrümpeln dauert meistens viel länger als geplant. 

Tipp 2: Packen planen 

Sind die alten Sachen aussortiert, kannst du dich auf das Packen konzentrieren. Hier lohnt es, sich ein wenig vorzubereiten und zu planen. Mache dir ein paar Gedanken zum Ablauf des Packens: Wie viele Kartons brauche ich zum Umziehen? Wann fange ich rechtzeitig mit dem Packen an und wie lange werde ich brauchen? Eine gute Planung spart dir anschliessenden und unnötigen Stress.

Eine grobe Faustregel lautet, dass man pro Quadratmeter einen Karton einrechnen sollte. Plane aber ruhig grosszügig und besorge noch ein paar zusätzliche Kisten.

Wenn du rechtzeitig anfängst zu packen, hast du genug Zeit, um es in Ruhe und ordentlich zu machen. Spätestens beim Auspacken in der neuen Wohnung wird sich diese Mühe mehr als bezahlt machen! Fange spätestens eine Woche vor dem Umzug an zu packen. Du wirst vermutlich mindestens einen Tag pro Zimmer brauchen, aber auch hier lohnt es sich, etwas Puffer einzurechnen.

Tipp 3: Das richtige und genügend Verpackungsmaterial

Nachdem du geplant hast, wie viele Umzugskartons du wohl brauchen wirst, kannst du dich auf die Suche nach den richtigen Kisten machen. Neben Umzugskartons braucht es aber noch weiteres Verpackungsmaterial, das du nicht vergessen solltest.

Gehe einfach unsere Checkliste für das richtige Umzugs- und Verpackungsmaterial durch:

  • Umzugskartons: Hier lohnt es sich auf jeden Fall auf richtige Umzugskisten zu setzen statt auf alte Kartons, Harassen oder Tüten. Umzugskisten gibt es in verschiedenen Formen und Grössen. Wir empfehlen eine Grösse für alle Kisten zu wählen, weil man die Kisten dann einfach stapeln und in den Transporter laden kann. Wähle nicht zu grosse Kisten, denn vollgepackt können die ganz schön schwer werden. Für all deine Kleider, die auf Kleiderbügeln hängen, gibt es extra hohe Kleiderkartons mit einer Kleiderstange. Dort hängst du deine Kleider für einen knitterfreien Transport einfach rein und sparst dir, alles von den Bügeln zu nehmen und in der neuen Wohnung wieder aufzuhängen. Umzugskartons bekommst du im Baumarkt oder direkt bei Umzugsunternehmen. Kleiner Tipp: Du kannst deine Kisten auch bei einer Umzugsfirma leihen. Sie werden nach dem Auspacken abgeholt, so hast du keine Arbeit mit der Entsorgung der Kartons.
     
  • Seidenpapier: Zerbrechliche Gegenstände schützt du, indem du sie in Seidenpapier wickelst. Dieses gibt es in grossen Bögen. Alte Zeitungen eignen sich prinzipiell auch, beachte aber, dass diese bei Feuchtigkeit abfärben können.
     
  • (Luftpolster-)Folie: Damit deine Möbel und Bilder nicht beschädigt werden und die Polster nicht verdreckt, solltest du sie in normale Folie oder in Luftpolsterfolie einwickeln und mit Klebeband zukleben.
     
  • Klebeband: Umzugskartons kann man in der Regel ohne Klebeband verschliessen. Um sicher zu gehen, kannst du sie aber nochmal mit Klebeband fixieren. Ausserdem brauchst du das Klebeband für die Verpackungsfolie.
     
  • Dicke Filzschreiber: Damit du die Kartons und Transportstücke gut sichtbar beschriften kannst, solltest du ein paar dicke Filzstifte in unterschiedlichen Farben dahaben.
     
  • Bunte Etiketten: Besorge dir bunte Etiketten in so vielen verschiedenen Farben, wie viele Räume in deiner Wohnung sind. So kannst du das Ausladen praktisch organisieren: Klebe einfach an jede Zimmertür und an alle Möbel und Kisten, die in dieses Zimmer gehören, ein farbiges Etikett.

Tipp 4: Gut organisiert packen

Mit ein paar kleinen Tricks sorgst du dafür, dass das Auspacken und Einrichten deiner Wohnung schnell und ohne Frust vonstatten geht.

  • Umzugsgut dokumentieren: Lege eine Checkliste an (per Hand oder digital z.B. in Excel), in der du dein Umzugsinventar dokumentierst. Gib jeder Kiste eine laufende Nummer und trage sie in die Liste ein. Daneben schreibst du auf, was in der Kiste drin ist und in welches Zimmer die Kiste gehört. Schreibe die laufende Nummer auch auf die Kiste selbst. Vielleicht wirst du es nicht schaffen schon in den ersten Tagen alle Kartons auszupacken. Anhand der Liste kannst du immer nachschauen, wo etwas ist und musst nicht lange suchen.
     
  • Zimmer definieren: Definiere für jedes Zimmer deiner Wohnung eine Farbe und klebe die entsprechenden Etiketten auf die Kisten. So hilfst du deinen Umzugshelfern, die Kartons gleich in die richtigen Zimmer zu bringen. 

Tipp 5: Kisten richtig packen 

Achte bereits beim Packen der Kartons auf Ordnung und Struktur, dann hast du später weniger Arbeit beim Auspacken.

  • Gewicht: Damit deine Umzugshelfer die Kartons auch anheben können, sollte eine Kiste maximal 15 – 20 Kilo wiegen. Besonders bei Bücherkisten ist dieses Limit schnell erreicht.
     
  • Tragegriffe: Umzugskisten haben seitlich Löcher zum Tragen. Achte darauf, dass diese frei bleiben und man gut reingreifen kann. 
     
  • Zimmerweise packen: Im optimalen Fall packst du die Kisten nach Zimmer. Sprich: In einer Kiste sind nur Sachen aus einem bestimmten Zimmer drin. Das erleichtert das Auspacken erheblich.
     
  • Ordnung in der Kiste: Lege schwere Sachen nach unten, die leichteren obendrauf. Wenn am Ende noch Platz ist, kann dieser mit Kissen oder anderen Textilien aufgefüllt werden.
Packen leicht gemacht

Tipp 6: Zerbrechliches richtig verpacken

Am sichersten transportierst du empfindliche Gegenstände in speziellen Kartons. So gibt es beispielsweise Kartons mit Einsätzen für Gläser oder Lampen. Solltest du diese nicht haben, wickelst du Zerbrechliches grosszügig in Luftpolsterfolie oder Seidenpapier ein.

Achte auch darauf, dass der Boden und die Seiten des Kartons gepolstert sind. Hierfür kannst du Decken oder Handtücher verwenden.

Packe die Kisten mit zerbrechlichen Gegenständen nicht zu voll, achte aber darauf, dass Zwischenräume gut gepolstert sind, damit das Umzugsgut sicher verpackt ist und nicht rutschen kann.

Tipp 7: Nicht alles muss in eine Kiste

Umzugskisten sind praktisch, aber es gibt Dinge, die du auch anders verpacken kannst. Deine Kleidung kannst du zum Beispiel einfach in Koffern und Reisetaschen mitnehmen. So werden die Koffer und die Kleider in einem Aufwasch zu deiner neuen Wohnung gebracht.

Auch Bettwäsche, Handtücher oder Badvorleger können in Taschen oder auch Müllsäcken transportiert werden. Mit den weichen Säcken kannst du auch prima Hohlräume im Umzugswagen füllen.

Tipp 8: Wertsachen gehören nicht ins Umzugsgut

Egal wie gut organisiert dein Umzug ist und wie sehr du deinen Umzugshelfer vertraust: Deine Wertsachen solltest du in keinem Fall mit dem Umzugsgut transportieren.
Das Risiko von Verlust oder Diebstahl solltest du nicht eingehen. Teurer Schmuck, Erbstücke oder Wertpapiere kannst du am besten selbst in einer Tasche mitnehmen. Vielleicht deponierst du sie auch am Tag des Umzugs bei guten Freunden oder der Familie, damit sie gar nicht erst mit dem Umzugsgut vermischt werden können.

Tipp 9: Übergangskarton packen

Egal wie gut die Planung ist: Ein Umzug kann sich ziehen und sehr anstrengend werden. Höchstwahrscheinlich wirst du es nicht schaffen, deine Sachen noch am gleichen Tag auszupacken.

Packe deshalb im Vorfeld eine Übergangs- oder Notfallkiste mit den Sachen, die du für die erste Nacht und den nächsten Tag brauchst. Hierzu gehören:

  • Hygieneartikel
  • Schlafkleidung
  • Kleidung für den nächsten Tag
  • Handtuch
  • Bettwäsche
  • Grundnahrungsmittel
  • Kaffee oder Tee
  • Ein bisschen Geschirr und Besteck

Tipp 10: Diese Dinge noch nicht verpacken

Manchmal ist man so motiviert und engagiert, dass man aus Versehen Gegenstände einpackt, die man am Tag des Umzugs noch braucht. Folgende Dinge solltest du erstmal nicht einpacken und verschliessen:

  • Werkzeug: Schraubenzieher, Hammer oder Zange. Beim Umzug wird immer Werkzeug benötigt.
     
  • Putzmittel: Du wirst auch Putzmittel, Müllbeutel, einen Eimer, Besen und Lappen brauchen. Vielleicht lohnt es sich sogar, den Staubsauger erst ganz zum Schluss wegzubringen. So kannst du die alte Wohnung noch einmal durchsaugen.
     
  • Erste-Hilfe-Koffer: Wo gearbeitet wird, fallen Späne und nicht selten kommt es beim Umziehen zu kleinen Verletzungen. Für diesen Fall solltest du Pflaster, Desinfektionsmittel, Verbandszeug und Schmerztabletten parat haben.
     
  • Toilettenpapier und Seife: Sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung sollten die Umzugshelfer die Toilette benutzen können. Statte diese also mit Toilettenpapier, Seife und Handtüchern aus.
     
  • Kaffeemaschine und Wasserkocher: Nicht nur für den nächsten Morgen, auch beim Umziehen selbst möchtest du deinen Helfern vielleicht einen Kaffee oder Tee anbieten.