Umzug Checkliste: Unterstützung für die Zügelphase

Der neue Mietvertrag ist unterschrieben und Sie möchten lieber heute als morgen aus der alten Wohnung ausziehen? Wir wollen Ihnen die Vorfreude aufs neue Daheim nicht mindern, aber vor dem Umzug gilt es noch einige wichtige Hürden zu überspringen: insbesondere die Wohnungsübergabe

Mit einer gut vorbereiteten Wohnungsübergabe kann viel Zeit und Geld gespart werden. Das Aufschieben von Aufgaben im Zusammenhang mit der Übergabe kann sehr schnell sehr teuer werden. 

Nach der Unterschrift des neuen Mietvertrags müssen verschiedene Phasen des Umzugs geplant werden. In diesem Chaos kann man schnell den Überblick verlieren. Mit unserer Umzugscheckliste können Sie das Umziehen bis ins Detail planen und die einzelnen Umzugsphasen bestens vorbereiten.

Download Umzug Checkliste: Vor dem Umzug
Download Umzug Checkliste: Umzugsphase
Download Umzug Checkliste: Nach dem Umzug


2-3 Monate vor dem Zügeltermin: Wohnungskündigung

Beginnen wir mit der wichtigsten Aufgabe: der fristgerechten Kündigung, damit Beginnt der Umzug.

Die Kündigung muss termingerecht beim Vermieter eintreffen. Entscheidend dabei ist nicht das Datum des Poststempels, sondern wann der Vermieter die Kündigung erhält. Die Kündigung sollte also spätestens am letzten Werktag vor Beginn der Kündigungsfrist bei der Verwaltung oder dem Hauseigentümer eintreffen. 

Auf welchen Termin gekündigt werden kann, steht im Mietvertrag. Ist im Mietvertrag nichts festgehalten, gelten in der Regel die ordentlichen Kündigungstermine, welche sich teilweise kantonal unterscheiden. In vielen Kantonen kann ordentlich auf Ende März und Ende September gekündigt werden. 

Vorsicht bei einer ausserterminlichen Kündigung: Der Mieter muss einen solventen Nachmieter stellen - ansonsten muss die Miete bis zum ordentlichen Termin übernommen werden. 

Auch sollten die genauen Umzugstermine mit dem alten und neuen Vermieter festgelegt werden. Sobald die Umzugstermine festgelegt sind, können die “Zügeltage” beim Arbeitgeber eingegeben werden.

1 Monat vor dem Auszug: Wohnung selbst putzen oder professionelle Reinigung?

Nun gilt es zu entscheiden, ob man die Wohnung selbst reinigt oder auf ein Putzinstitut zurückgreift. Wer die Wohnung eigenhändig reinigt, sollte sich dafür genügend Zeit einplanen.

Wer lieber die Unterstützung eines Putzinstitutes in Anspruch nimmt, sollte einen Monat vor Auszug mehrere Reinigungsunternehmen kontaktieren, um Offerten zu vergleichen, damit eine überteuerte Last-Minute „Grossputzete“ vermieden werden kann.

Achten Sie darauf, dass im Vertrag mit dem Putzinstitut eine Abnahmegarantie festgelegt ist. Falls die Reinigung bei der Übergabe Mängel aufweist, müssen Sie nicht zusätzlich für die Nachreinigung bezahlen. Ansonsten droht Ihnen eine doppelt gesalzene Rechnung, wenn die Wohnung bei der Wohnungsübergabe von Ihrem Vermieter als nicht genügend sauber befunden wird.

Machen Sie kurzen Prozess mit den lästigen administrativen Tätigkeiten, damit Sie sich in den nächsten Wochen auf zeitintensive Tätigkeiten wie das Putzen und Packen fokussieren können:

  • Ab- und Anmeldung der neuen Adresse bei der Gemeinde
  • Adresswechsel und Nachsendeauftrag bei der Post in die Wege leiten
  • Bank, Krankenkasse, Arbeitgeber usw. schriftlich über Adresswechsel informieren

2-3 Wochen vorher: Entrümpeln und Entsorgen

Vor dem Umzug sollten Sie die Gelegenheit zum Entrümpeln nutzen, um Überflüssiges loszuwerden. Eine neue Wohnung ist die perfekte Chance, um mal so richtig auszumisten! Warten Sie nicht zu lange – spätestens 2 Wochen vor dem Auszug sollten Sie die Wohnung, den Estrich und den Keller geräumt haben.

Seien Sie selbstkritisch und fragen Sie sich, welche Möbel, Kleider, Dekoartikel und Haushaltgeräte  Sie in der neuen Wohnung wirklich brauchen. Bietet es einen Mehrwert? Ja – dann können Sie es behalten. Nein? Dann weg damit.

Sie haben mehrere Möglichkeiten das nicht mehr Gebrauchte zu entsorgen: verkaufen, verschenken, weitergeben oder fachgerecht entsorgen.

Erledigen Sie kleine Reparaturen, für die Sie als Mieter selbst aufkommen mu?ssen. Unter kleinere Reparaturen fallen beispielsweise das Ölen von Scharnieren, das Anziehen einer lockeren Schraube bei einer Steckdose oder das Entstopfen des Lavabos.

Besorgen Sie sich frühzeitig ausreichend Kartons, Zügelkisten oder Mehrwegboxen. Der Umzug verläuft allerdings effizienter, wenn Sie alles sauber in Kartons verstauen.

Bis 1 Woche vor dem Umzug: Administrative Tätigkeiten

 

  • Ab- und Anmeldung der neuen Adresse bei der Gemeinde
  • Adresswechsel und Nachsendeauftrag bei der Post in die Wege leiten
  • Bank, Krankenkasse, Arbeitgeber, usw. Schriftlich über Adressänderung informieren

Versuchen Sie die administrativen Arbeiten bis spätestens 1 Woche vor Umzug erledigt zu haben, damit Sie sich auf die zeitintensiven Tätigkeiten wie das Putzen und Packen konzentrieren können.

1 Woche vor dem Zügeln: Das Packen

Nun können Sie anfangen die ersten Gegenstände wie Bücher und Bilder einzupacken. Auch Kleider und Möbel, die Sie nicht täglich brauchen, können zerlegt und verpackt werden. 

Packen Sie systematisch: Schwere Sachen nach unten, leichtere Sachen oben drauf. Beschriften oder nummerieren Sie die Umzugskisten. Das erleichtert Ihnen die Zuteilung und das Ausräumen.

Tipp: Der Zeitaufwand fürs Packen wird gerne unterschätzt. Rechnen Sie mit einem halben bis ganzen Tag pro Zimmer.

Stellen Sie sicher, dass Sie 3-4 Tage vor dem Umzug grösstenteils fertig gepackt haben. 

Bis 2 Tage vor dem Umzug: Das grosse Putzen

Oft ist dem Mieter unklar, wie gründlich die Wohnung vor dem Auszug geputzt werden muss, denn was ein Vermieter unter «sauber» versteht, kann von Fall zu Fall sehr stark variieren. 

Sofern nichts anderes im Mietvertrag geregelt wurde, muss die Wohnung gründlich gereinigt und in sauberem Zustand übergeben werden. Neben der Grundreinigung – inklusive Fenster, Fensterrahmen, Fensterläden usw. – ist vor allem auf eine gründliche Reinigung von Küche und Bad zu achten. 

Sofern Sie im Vertrag mit dem Putzinstitut eine Abnahmegarantie festgelegt haben, stehen Sie auf der sicheren Seite. Sollte die Wohnung von Ihrem Vermieter als nicht genügend sauber befunden werden - können Sie das Putzinstitut ohne zusätzliche Kosten ein zweites Mal aufbieten. 

Nebst der Reinigung gilt es vor dem Auszug auch noch kleinere Schönheitsreparaturen an der alten Wohnung vorzunehmen, wie z.B. das Ersetzen von Glühbirnen, Zahngläser oder fehlende Bleche.

Haben Sie in der Wohnung etwas verändert? Eine Wand blau gestrichen oder den maroden Spannteppich entfernt? Dann müssen Sie alles in den ursprünglichen Zustand zurücksetzen, sofern nichts anderes abgemacht wurde. 

Allgemein gilt: Der Mieter muss die Wohnung in gleichem Zustand (abgesehen von der normalen Abnutzung) zurückgeben, wie er sie übernommen hat.

Am Auszugstag

Die Umzugsplanung ist endlich abgeschlossen und nun geht es ans Eingemachte: die alte Wohnung wird dem Vermieter übergeben und danach müssen Kartons geschleppt werden. 

Wichtig: Bewahren Sie Ruhe, denn der Umzug wird trotz minutiöser Planung garantiert stressig. Versuchen Sie früh aufzustehen, um gemütlich zu frühstücken und Energie für den Tag zu tanken. Anschliessend gilt es für genügend Verpflegung zu sorgen, damit alle Umzugshelfer durch den Tag kulinarisch versorgt werden.

Zeitpunkt der Wohnungsübergabe

Grundsätzlich muss der Mieter die Wohnung am letzten Tag der Mietdauer während den üblichen Geschäftszeiten abgeben. Häufig ist im Mietvertrag sogar der folgende Tag - also der 1. Tag. des Folgemonats - als Rückgabetag vereinbart. 

Ist der Abgabetermin im Mietvertrag nicht ausdrücklich geregelt, müssen Mieter und Vermieter sich auf ein passendes Datum einigen. Um Unklarheiten zu vermeiden, sollten so früh wie möglich einen Termin für die Übergabe vereinbaren.

Teilnehmer

Der Mieter ist rechtlich nicht verpflichtet bei der Wohnungsabnahme vor Ort anwesend zu sein. Es ist jedoch empfehlenswert, dass die Abnahme in Anwesenheit beider Parteien durchgeführt wird, da dem Mieter sonst Schäden angelastet werden könnten, die er allenfalls gar nicht zu verantworten hat.

Wohnungsübergabeprotokoll - absolutes Must-Have

Beim Ein- und Auszug sollten sich Mieter und Vermieter in einem Übergabeprotokoll resp. Übernahmeprotokoll einigen. Das Protokoll dient dazu, dass sich die Parteien über allfällige Schäden am Mietobjekt und vor allem über deren Reparatur im Klaren sind. Es ist wichtig, dass allfällige Mängel präzis und ausführlich im Protokoll notiert werden. Auch Kleinigkeiten (wie Kratzer im Parkett oder abgeschlagene Ecken) und Uneinigkeiten sollten festgehalten werden. Das geht auch mittels Fotos.

Tipp: Unterschreiben Sie das Wohnungsübergabeprotokoll nur, wenn Sie sich mit dem Vermieter über den Zustand geeinigt haben. Sobald das Übergabeprotokoll unterschrieben ist, haftet der Mieter für die Beseitigung der Schäden – selbst, wenn er rechtlich nicht dazu verpflichtet wäre.

Alles Wissenswerte zum Übergabeprotokoll finden Sie hier.

Nach dem Umzug

Auch nach dem Wohnungswechsel stehen noch einige Dinge auf der Liste, die zu erledigen sind. Allenfalls sind auch noch Aufgaben aus vorherigen Schritten offen, die aus Zeitgründen nicht erledigt werden konnten. 

Spätestens jetzt sollte die Umzugsmitteilung für den Nachsendeservice sowie die Information an Behörden, Arbeitgeber, usw. eingereicht werden. In der neuen Wohnung warten ebenfalls Arbeiten wie Auspacken, Möbel zusammenbauen und richtig platzieren, Strom- und Wasserzählerstände ablesen und sich bei den Nachbarn vorstellen.

Dann beginnt endlich das Einleben im neuen Daheim!

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