Umzug mit Katze & Co.: Wenn Haustiere zügeln

Wer Haustiere hält, muss je nach Tierart vor einem Umzug die unterschiedlichsten Überlegungen anstellen. Eine Katze gehört hierbei zu den eher komplexeren Tieren, die ihre gewohnte Umgebung nur ungern verlassen. Wir geben dir Tipps, worauf du achten solltest, damit dein Vierbeiner sich in der neuen Wohnung bald wohlfühlt.

Wie umziehen mit Haustieren

Vor dem Umzug mit Haustieren: Was ist zu beachten?

Wenn du ein neues Zuhause mieten möchtest, muss dein Vermieter natürlich wissen, dass du ein Haustier hast. Bei Katzen und Hunden ist in der Regel eine Erlaubnis des Vermieters erforderlich.

Optimalerweise hat die neue Wohnung ähnliche Gegebenheiten wie das alte Zuhause. Ist deine Katze ein Freigänger und daran gewöhnt durch eine Katzenklappe zu kommen und zu gehen, wann sie möchte? Dann wird ihr der Umzug leichter fallen, wenn das so bleibt. Auch wenn du vorher ein Haus mit Garten für deine Katze oder deinen Hund hattest, wäre es super, diese Auslaufmöglichkeit beizubehalten.

Ob Wohnung oder Haus: Wenn das neue Zuhause gefunden ist, solltest du dich nach einem neuen Tierarzt umschauen und vielleicht schon mal dort melden. Lass dir vom bisherigen Tierarzt allfällige Unterlagen und Dokumentationen von Behandlungen ausstellen, die du dem neuen Tierdoc zur Verfügung stellen kannst.

Für den Transport deiner Katze oder des Hundes solltest du eine Tiertransportbox haben. Um deinen Liebling auf die Fahrt in die neue Wohnung vorzubereiten, kannst du in den Tagen vor dem Umzug regelmässige Übungsfahrten zur Eingewöhnung machen.

Wenn du einen Hund hast, ist es hilfreich, in den Wochen vor dem Umzug regelmässige Spaziergänge in der neuen Umgebung zu machen. Auch wenn Hunde relativ unkompliziert sind und sich überall wohl fühlen, wo Frauchen und Herrchen sind, hilft es ihnen trotzdem bei der Eingewöhnung, die neue Nachbarschaft bereits zu kennen.

Unser Tipp: Tiere, insbesondere Katzen, sind sehr sensible Wesen und spüren Stress, Unruhe und Veränderungen. Um ihnen die Angst zu nehmen, solltest du gut organisiert sein, selbst Ruhe ausstrahlen und keinen Stress aufkommen lassen. Damit gibst du deiner Katze oder deinem Hund die nötige Sicherheit.

Der Umzugstag: So hilfst du deiner Katze bei der Eingewöhnung 

Während Hunde und Kleintiere insgesamt gut in neuen Umgebungen zurechtkommen, kann es einer Katze schwerfallen, sich im neuen Heim wohlzufühlen. Egal ob du deine Katze am Tag des Umzugs direkt mitnimmst oder sie bei vertrauten Personen lässt und erst holst, wenn das gröbste Chaos beseitigt ist.

Mit unseren Tipps hilfst du deiner Katze, sich nach dem Umzug schnell im neuen Zuhause einzuleben:

  • Gewohnte Sachen: Die neue Wohnung ist eine sehr grosse Veränderung für deine Katze. Behalte deswegen ihre gewohnten Utensilien bei und kaufe nichts neues. Spielzeug, Näpfe, Katzenklo sollten die gleichen bleiben.
     
  • Gewohnte Struktur: Wenn du deine Möbel behältst und es die Wohnung zulässt, hilfst du deiner Katze, indem du die Möbel im neuen Heim in einer ähnlichen Anordnung platzierst, wie im alten Zuhause.
     
  • Raum zum Eingewöhnen: Bestimme in der neuen Wohnung ein Zimmer, das deiner Katze zum Eingewöhnen dienen soll. Dort packst du zuerst all ihre gewohnten Sachen aus, bevor du sie aus der Transportbox holst. Gib deiner Katze nun Zeit, sich in dem neuen Zimmer umzuschauen, mit ihren Sachen zu spielen und sich einzuleben. Schliesse die Fenster, damit sie nicht abhauen kann, sollte sie Angst bekommen.
     
  • Gesellschaft: Nun achte darauf, deine Katze möglichst nicht allein zu lassen. In den ersten Tagen hilfst du ihr, wenn du oder eine vertraute Person bei ihr bleiben und ihr signalisiert wird, dass alles in Ordnung und sie sicher ist.
     
  • Freigänger bleiben erstmal daheim: Eine Faustregel besagt, dass Freigänger Katzen nach dem Umziehen ca. 4 Wochen daheimbleiben sollten, um sich umzugewöhnen. Du kennst deine Katze am besten und kannst einschätzen, wie schnell sie nach dem Umzug so weit ist, dass sie raus kann und sich zurechtfindet. Überfordere sie aber nicht und gehe im Zweifel lieber auf Nummer sicher.  
Wie umziehen mit Haustieren

Umzugstipps für Hunde und Kleintiere

Auch wenn Hunde und Kleintiere nicht ganz so sensibel sind wie eine Katze, solltest du ihnen den Umzug und die Eingewöhnung auch so stressfrei wie möglich gestalten. Unsere Tipps zum Umziehen mit Hunden und Kleintieren:

Hunde

Wenn du im Vorfeld bereits öfters Spaziergänge ums neue Haus gemacht hast, kennt dein Hund die Gegend bereits ein wenig. Das ist in jedem Fall hilfreich und sollte natürlich beibehalten werden. Im neuen Zuhause richtest du ihm zusätzlich einen gemütlichen Platz zum Ausruhen ein. Sein Körbchen, die Lieblingsdecke und seine liebsten Spielzeuge werden helfen, sich nach dem Umzug schnell zuhause zu fühlen.
Vergiss nicht, deinen Hund auch gleich an der neuen Adresse anzumelden und an der alten abzumelden. Das ist für die Hundesteuer wichtig.

Nager

Hamster, Meerschweinchen und Co. transportierst du am besten im Dunkeln. Dafür eignet sich eine entsprechende Transportbox oder du legst beim Umzug ein Handtuch oder eine dünne Decke über den Käfig.

Vögel

Auch diese sind weniger gestresst, wenn du sie im Dunkeln zügelst. In der neuen Wohnung brauchen sie ähnlich wie eine Katze, eine Weile, um sich an alles zu gewöhnen. Für die ersten Tage nach dem Umzug bleibt der Piepmatz lieber noch im Käfig, damit er sich von dort aus sicher neu orientieren kann.

Fische

Wenn du deine Fische in einem Beutel oder kleinerem Aquarium transportierst, achte darauf, dass du kein frisches Wasser nimmst, sondern das aus dem alten Aquarium. So fühlen sie sich wohl und werden nicht gestresst.