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Ist ein Immobilien-Rechtsschutz in der Schweiz sinnvoll?
Rechtliche Streitigkeiten um Immobilien haben eines gemeinsam: Sie werden schnell teuer. Mit dem Immobilien-Rechtsschutz bist du abgesichert.
Was sind häufige rechtliche Streitigkeiten bei Immobilien?
Selbstbewohnte oder selbstgenutzte Immobilien
Bei selbstbewohnten Immobilien kommt es am häufigsten zu Nachbarschaftsstreitigkeiten: Auslöser sind oft Lärmbelästigungen durch laute Musik, Kindergeschrei oder Rasenmähen am Samstagmorgen. Auch Geruchsbelästigungen durch die Feuerschale, den Grill oder einen stinkenden Kompost können zu rechtlichen Konflikten führen.
Weitere häufige Streitpunkte sind Grenzabstände von Hecken und Bäumen, da diese die Licht- und Schattenverhältnisse auf dem Nachbargrundstück beeinflussen und die Aussicht versperren. Darüber hinaus können hohe, alte Bäume und überhängende Äste zu einem Risiko für Menschen und Gebäude auf dem Nachbargrundstück werden. Dicke Wurzeln beschädigen ausserdem häufig Gehwege, Auffahrten, Terrassen, Grenzmauern und Abwasserleitungen.
Bei Eigentümergemeinschaften oder im Falle von Stockwerkeigentum führen die folgenden Fragen regelmässig zu Konflikten:
- Wie werden zum Beispiel die Heizkosten verteilt?
- Nach dem Wert der einzelnen Anteile (Wertquote) oder nach dem tatsächlichen Verbrauch?
- Wie viel soll in den Erneuerungsfonds einbezahlt werden?
- Welche Sanierungsmassnahmen sind notwendig?
- Welche Regeln gelten in Bezug auf die Gemeinschaftsflächen, wie etwa den Garten, Vorplätze, Parkplätze und die Waschküche?
- Warum trampelt der Nachbar immer so laut durch seine Wohnung?
- Wer darf wann und wie lange Party machen?
Vermietete oder verpachtete Immobilien
Bei vermieteten Immobilien kommt es sehr häufig zu Konflikten zwischen Mietern und Vermietern. Meistens geht es dabei um Geld:
- Hohe Nebenkosten
- Mietzinserhöhungen beziehungsweise Anträge auf Mietzinssenkung
- Die Frage, wer für Reparaturen und Unterhaltsarbeiten an der Immobilie aufkommen muss
- Mängel an der Immobilie, zum Beispiel eine Heizung, die immer wieder aussteigt
- Die Abgrenzung zwischen Mieterschäden und normaler Abnutzung sowie die Herausgabe der Mietkaution in belasteten Mietverhältnissen
Neben Mietstreitigkeiten um Geld bergen Kündigungen ein hohes Konfliktpotenzial: Mieter wehren sich gegen Kündigungen wegen Eigenbedarfs oder nach einem Eigentümerwechsel, während Vermieter Kündigungen zum Beispiel wegen Formmängeln nicht gelten lassen wollen oder weil sie mit dem vorgeschlagenen Nachmieter nicht einverstanden sind. Selbstverständlich kommt es auch unter den Mietern ab und an zu Streitigkeiten, bei denen dann häufig der Vermieter beziehungsweise die Verwaltung angerufen wird.
Wie viel kostet der Immobilien-Rechtsschutz?
Für Privatpersonen bei selbst genutzten Immobilien
Die Privat-Rechtsschutzversicherung der Protekta enthält standardmässig einen Immobilien-Rechtsschutz und kostet zwischen 160 und 400 Franken pro Jahr. Der Preis ist abhängig von den versicherten Leistungen. Wichtig: Der Privat-Rechtsschutz ist bei Immobilien nur ausreichend, wenn du diese selbst bewohnst oder nutzt.
Die Protekta ist unsere Partnerin im Bereich Rechtsschutz und gehört zur Schweizerischen Mobiliar. Erfahre in wenigen Klicks und völlig unverbindlich, was der Privat-Rechtsschutz der Protekta in deinem Fall kosten würde. Entscheide danach in aller Ruhe.
Für Unternehmen bei selbst genutzten Immobilien
Im Falle von Unternehmen deckt der Betriebsrechtsschutz standardmässig ebenfalls selbstgenutzte Immobilien ab. Der Preis für die Betriebsrechtsschutzversicherung der Protekta ist abhängig von diversen Faktoren, wie etwa dem Tätigkeitsbereich des Unternehmens und der Höhe des Umsatzes. Über den folgenden Button gelangst du in wenigen Klicks unverbindlich zur Versicherungsprämie.
Kosten des Immobilien-Rechtsschutzes bei nicht selbst genutzten Immobilien
Wenn du deine Immobilien nicht selber bewohnst oder nutzt, benötigst du einen zusätzlichen Immobilien-Rechtsschutz. Die Kosten hängen in diesem Fall von der Art und Anzahl Immobilien sowie von den gewünschten Leistungen ab. Hier kannst du dich kostenlos und unverbindlich dazu beraten lassen.
Was deckt der Immobilien-Rechtsschutz?
Der Immobilien-Rechtsschutz deckt die untenstehenden Rechtsgebiete ab. Wichtig: Bei den meisten Rechtsschutzversicherung ist der Vermieterrechtsschutz standardmässig nicht im Privatrechtsschutz beziehungsweise im Betriebsrechtsschutz enthalten. Du kannst ihn jedoch als Zusatz abschliessen.
- Mietrecht und Pachtrecht
- Nachbarrecht
- Hypothekarrecht
- Schadenersatzrecht
- Bauherren-Rechtsschutz
- Öffentliches Baurecht
- Enteignungsrecht
Über die JurLine der Protekta erhältst du telefonische Rechtsauskunft, auch zu Fällen, die nicht durch die Rechtsschutzversicherung gedeckt sind. Bei gedeckten Rechtsfällen übernimmt die Protekta nebst der juristischen Beratung sämtliche Kosten, die für die Durchsetzung deiner Rechte erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere Kosten für eine Mediation, für Anwältinnen und Anwälte, für allfällige Gutachten, Gerichts- und Verfahrenskosten sowie Parteientschädigungen an die Gegenpartei.
Was solltest du bei Abschluss eines Immobilien-Rechtsschutzes beachten?
Nutzt du die Immobilie selbst, bist du oft schon über deine Privat- oder Betriebs-Rechtsschutzversicherung abgesichert. Für vermietete oder nicht selbstgenutzte Objekte ist der separate Immobilien-Baustein notwendig. Da Preise und Leistungen je nach Immobilie und Anbieterin variieren, solltest du dich beraten lassen.
Wichtig: Während du die telefonische Rechtsauskunft der JurLine ab dem ersten Tag nutzen kannst, greift die volle Kostenübernahme für Rechtsstreitigkeiten in der Regel erst nach einer Wartezeit von drei Monaten (Karenzfrist). Falls ein juristisch relevanter Streit bereits vor Vertragsabschluss oder in der Wartezeit angefangen hat, ist nur die telefonische Rechtsauskunft gedeckt. Der Immobilien-Rechtsschutz kann meistens nicht ohne Wartezeit oder rückwirkend abgeschlossen werden.
Da es bei Immobilienstreitigkeiten praktisch immer um hohe Summen geht, lohnt es sich, den Rechtsschutz frühzeitig und dauerhaft abzuschliessen. Dies ist wie eine Investition von ein paar hundert Franken jährlich, um im Rechtsfall nicht Kosten von mehreren tausend Franken selbst bezahlen zu müssen.
Achte darauf, dass du im Streitfall bei der Wahl deiner rechtlichen Vertretung mitentscheiden kannst und nicht den von der Versicherung vorgeschlagenen Anwalt nehmen musst. Dies ist besonders relevant, wenn die Gegenpartei bei derselben Versicherung versichert ist (Interessenskonflikt).
Weiter solltest du sicherheitshalber prüfen, ob dein Immobilienrechtschutz im Streitfall auch gegen deine Gebäudeversicherung oder deine Haftpflichtversicherung vorgeht. Dies ist manchmal durch sogenannte Konzernklauseln ausgeschlossen, wenn die einzelnen Versicherungen demselben Konzern angehören.