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Was bringt der Vermieterrechtsschutz?
Das Mietrecht ist eines der konfliktträchtigsten Rechtsgebiete in der Schweiz. Mit dem Rechtsschutz für Vermieterinnen und Vermieter bist du bei Auseinandersetzungen mit Mietparteien auf der sicheren Seite.
Inhaltsverzeichnis
Ist ein Rechtsschutz für Vermieterinnen und Vermieter sinnvoll?
Ja, eine Vermieterrechtsschutzversicherung ist sinnvoll, denn im Bereich des Mietrechts gibt es in der Schweiz die meisten rechtlichen Konflikte. Häufige Streitpunkte sind Mietzinserhöhungen, die Höhe der Nebenkosten, Mängel an der Wohnung oder Kündigungen.
Ausserdem sind Mietparteien in der Schweiz rechtlich meistens gut abgesichert – sei es über den Mieterinnen- und Mieterverband oder über eine Rechtsschutzversicherung. Als einzelne Privatperson stehst du ohne eigenen Rechtsschutz oft allein gegen Anwälte da.
Andererseits unterschätzen private Vermieter häufig die strengen Formvorschriften des Schweizer Mietrechts. So scheitern zum Beispiel Mietzinserhöhungen oder Kündigungen immer wieder an Formfehlern.
Welche Versicherung benötige ich als Vermieter bei rechtlichen Streitigkeiten mit Mietparteien?
Für rechtliche Streitigkeiten mit Mietparteien benötigst du einen Vermieterrechtsschutz. Der Vermieterrechtsschutz ist in der Regel Teil einer Immobilien-Rechtsschutzversicherung. Wichtig: Die meisten Privatrechtsschutzversicherungen und Betriebsrechtsschutzversicherungen enthalten standardmässig zwar einen Mieter-Rechtsschutz, aber keinen für Vermieter.
Was kostet der Vermieterrechtsschutz ungefähr?
Die Kosten einer Vermieter-Rechtsschutzversicherung hängen von der Art und der Anzahl der vermieteten Immobilien sowie von den gewünschten Leistungen ab. Sie können im Einzelfall stark variieren. Lass dich am besten von der Protekta, der Rechtsschutzversicherung der Mobiliar, beraten: Die Protekta ist unsere Partnerin im Bereich Rechtsschutz.
Bei vermieteten Immobilien kannst du die Kosten für den Vermieterrechtsschutz übrigens als Liegenschafts-Unterhaltskosten von den Steuern abziehen. Die Kosten dürfen jedoch nicht in den Nebenkosten auf die Mietparteien abgewälzt werden.
Was deckt die Vermieter-Rechtsschutzversicherung?
Typische Beispiele für Konflikte im Mietrecht sind:
- Mietzinserhöhungen, insbesondere nach Anstieg des Referenzzinssatzes.
- Die Kündigung des Mietverhältnisses – sei es wegen Eigenbedarf, Vertragsverletzungen oder Zahlungsrückständen der Mietpartei.
- Mängel in der Wohnung, wie Schimmel, defekte Heizungen sowie Lärm- und Geruchsbelästigungen.
- Kostenübernahme für Mängel oder Schäden beim Auszug.
- Rückgabe des Mietzinsdepots.
Bei der Protekta erhältst du telefonische Rechtsauskunft von Juristinnen und Juristen – selbst dann, wenn der Rechtsfall nicht gedeckt sein sollte. Im Falle eines versicherten Rechtsfalls übernimmt die Protekta, wenn erforderlich, Mediations-, Anwalts-, Gerichts-, Gutachter- und Verfahrenskosten sowie allfällige Kosten für Parteientschädigungen an die Gegenpartei bis zur vereinbarten Versicherungssumme.
Der Vermieterrechtsschutz ist Teil der Immobilien-Rechtsschutzversicherung und deckt neben Mietstreitigkeiten auch Konflikte mit Nachbarn, Behörden, sowie Handwerksbetrieben im Rahmen von Reparaturen und Unterhaltsarbeiten an der Liegenschaft.
Nach welcher Wartezeit gilt der Vermieterrechtsschutz?
Direkt nach Vertragsabschluss erhältst du kostenlose telefonische Rechtsauskunft von erfahrenen Juristinnen und Juristen und das unabhängig davon, ob es sich bei deinem Anliegen um einen gedeckten Rechtsfall handelt.
Versicherte Rechtsfälle übernimmt der Vermieterrechtsschutz hingegen erst nach einer Wartezeit von 3 Monaten. Diese Wartezeit wird auch Karenzfrist genannt. Es gilt die Wartezeit, die in der Police angegeben ist.
Rechtsfälle, deren Ursachen zeitlich in die Wartefrist oder den Zeitraum vor Vertragsabschluss fallen, sind nicht gedeckt. Der Vermieterrechtsschutz kann nicht rückwirkend abgeschlossen werden.
Was ist beim Vergleich der Rechtsschutzversicherung für Vermieter zu beachten?
Achte darauf, dass du Zugang zu einer telefonischen Rechtsauskunft für Alltagsfragen erhältst und die Police nicht nur Mietstreitigkeiten abdeckt, sondern als umfassender Immobilien-Rechtsschutz auch Konflikte mit Nachbarn und Handwerkern einschliesst.
Wähle eine Versicherung ohne Mindeststreitwert, damit auch Streitigkeiten um kleinere Beträge, wie etwa in Nebenkostenabrechnungen, versichert sind. Prüfe zudem die Wartefristen, da der Schutz meist erst nach 3 Monaten greift, sowie allfällige Ausschlüsse bei grösseren Umbauprojekten.
Schliesslich lohnt sich ein Blick darauf, ob du bei einem versicherten Rechtsfall freie Anwaltswahl hast. Die meisten Versicherungen bieten eine eingeschränkte freie Anwaltswahl: Du darfst drei vorschlagen, wobei die Versicherung einen davon nehmen muss.