Die erste eigene Wohnung einrichten: Unsere Tipps

Du ziehst in deine erste eigene Wohnung? Herzlichen Glückwunsch! Und schon geht’s los mit den ersten eigenen Entscheidungen: Wie möchtest du die neue Wohnung einrichten? Und wie viel Geld möchtest du investieren? Wir zeigen dir, worauf du beim Einrichten deiner ersten eigenen Wohnung achten solltest, und geben dir Tipps, an welchen Stellen du Geld sparen kannst.

1. Budget definieren

Klar, die allermeisten Menschen, die in ihre erste Wohnung ziehen, werden nicht über ein unbegrenztes Budget verfügen. Oft sind sie gerade mit der Ausbildung fertig oder fangen ein Studium an und müssen ihre Rappen möglichst beisammen halten. Vielleicht hast du etwas Geld gespart oder deine Eltern unterstützen dich? Prima, dann hast du einen guten Überblick über dein verfügbares Geld.

Unser Tipp: Lege unbedingt ein fixes Budget für die Einrichtung deiner Wohnung fest, das du nicht überschreitest. Das Budget sollte maximal 80% des Geldes betragen, das du tatsächlich auf der hohen Kante hast. Schliesslich braucht man immer einen Notgroschen und du kannst davon ausgehen, dass du das ein oder bei der Planung vergessen wirst, was du später noch kaufen musst. Also: Setze dir eine klare Grenze und plane die Einrichtung innerhalb deines Budgets.

2. Checkliste: Was brauche ich in der ersten eigenen Wohnung?

Bevor du anfängst zu googeln: Ja, Checklisten für die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung gibt es im Internet wie Sand am Meer. Und ja, diese können hilfreich sein, um einen Überblick zu bekommen, was man eben so braucht in einer Wohnung.

Aber: Du möchtest ja dein eigenes Reich nach deinen eigenen Bedürfnissen und deinem persönlichen Geschmack einrichten. Auch wissen die Checklisten im Internet nicht, was du vielleicht schon hast und gar nicht mehr kaufen musst. Deswegen: Setz dich in Ruhe hin und schreibe auf, was du wirklich benötigst. Lege dir hierfür den Grundriss deiner neuen Wohnung an die Seite und gehe von Raum zu Raum: Welche Möbel sollen, wo stehen? Wie viel Platz habe ich? Welche Möbel muss ich kaufen und welche habe ich vielleicht schon?

Unser Tipp: Mache deine eigene Checkliste für deine eigene Wohnung. Schreibe sowohl Möbel auf als auch Dekoartikel, Küchenbedarf, Badezimmerbedarf, Putzmittel, Werkzeuge und und und… . Gehe doch vielleicht mal bei deinen Eltern von Zimmer zu Zimmer. Bestimmt entdeckst du einiges, was du selbst vergessen hättest. Am Ende kannst du die Liste aufteilen: Eine Seite für alle Dinge, die du noch nicht besitzt. Auf die andere Seite schreibst du auf, was du von deinen Eltern mitnimmst oder vielleicht schon besorgt hast.

Die erste eigene Wohnung einrichten: Unsere Tipps

3. Kein Stress: Es muss nicht alles perfekt sein

Eigentlich könntest du dich jetzt auf Möbelsuche begeben. Aber Halt! Bevor du die Möbelhäuser unsicher machst, möchten wir dir noch einen Tipp auf den Weg geben, der uns wirklich am Herzen liegt: Deine erste Wohnung muss nicht von Anfang an perfekt sein. Du musst mit ihr nicht den nächsten Interieur-Design-Award gewinnen und auch keinen Style-Blog starten. Im Internet wimmelt es nur so von perfekt eingerichteten Zimmern und Wohnungen mit teuren Designermöbeln und handverlesenen „It-Pieces“. Aber mal ehrlich: So sieht es doch in Wirklichkeit nicht aus und schon gar nicht im Alltag, wenn Deko-Artikel auch mal einstauben, die Post auf dem Tisch rumfliegt und sich das Geschirr in der Küche stapelt.

Unser Tipp: Bleibe pragmatisch. Und bleibe in deinem Budget. Die erste Wohnung sollte gemütlich sein, du solltest dich in ihr wohlfühlen und gerne nach Hause kommen. Perfekt muss sie nicht sein. Du hast nach Einzug noch genug Zeit, Dinge zu verändern oder zu optimieren (wenn sich dein Budget etwas erholt hat).

4. Jetzt aber: Möbel und Einrichtung aussuchen!

Du hast deine Checkliste geschrieben, jetzt kannst du sie abarbeiten. Nun gilt es, Möbel und Einrichtungsgegenstände zu finden, die du brauchst, die dir gefallen, die zu deiner Wohnung passen und die nicht dein Budget sprengen.

Unser Spar-Tipp: Es muss nicht immer alles neu gekauft werden, schau doch ruhig mal nach gebrauchten Möbelstücken. Die sind häufig noch sehr gut erhalten. Sie weiterzunutzen, schont deinen Geldbeutel und ist nachhaltig. Im Internet gibt es auch jede Menge Portale, die gebrauchte Vintage-Möbel verkaufen. Vielleicht findest du ja sogar ein schickes und günstiges Design-Stück. Natürlich kannst du auch kreativ werden: Europaletten als Bettgestell oder Nachttische im Schlafzimmer sehen noch immer cool und individuell aus. Einen Schreibtisch kannst du dir einfach selbst bauen, indem du ein schönes Holzbrett aus dem Baumarkt auf zwei Schubladenkommoden vom Schweden legst. Und zwei Weinkisten aneinander gestellt werden im Wohnzimmer zum stylishen Couchtisch (in dem man natürlich auch noch prima Weinflaschen lagern kann).

Bei den Möbeln, die du neu kaufst, empfehlen wir dir ein schlichtes, zeitloses Design. Das passt in der Regel zu allem (und zueinander) und du kannst es bei Bedarf mit Deko-Artikeln und Accessoires individuell gestalten. Und solltest du sie doch nicht so lange behalten wollen, wie gedacht, kannst du schlichte Möbel auch gut wieder verkaufen.

Ist in deiner neuen Wohnung wenig Platz oder hast du vielleicht nur ein Zimmer, solltest du dir unbedingt funktionale Möbel anschauen. So kannst du zum Beispiel mit einer Schlafcouch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Tagsüber hast du ein Wohnzimmer mit Couch zum Chillen. Nachts verwandelst du es in ein Schlafzimmer mit gemütlichem Bett. Für den Essplatz eignet sich ein ausziehbarer Esstisch oder ein Bartisch mit Hockern. Klappstühle verschwinden hinterm Schrank oder der Tür und können schnell hervorgeholt werden, wenn Besuch kommt. Du hast keinen Platz für einen Schrank? Dann tut es vielleicht eine Kleiderstange hinter einem Vorhang und ein paar Kommodenfächer. Auch hier kommt der Grundriss zum Einsatz: Überlege dir genau, was du brauchst und wie viel Platz du hast. So kannst du deine Wohnung optimal gestalten.

5. Wände streichen. Oder lieber nicht?

Klar, Farben machen die Wohnung gemütlich und unterstreichen deinen individuellen Stil. Allerdings bleibt man in der ersten eigenen Wohnung in der Regel nicht für immer. Überlege dir deshalb gut, ob du die Wände deiner neuen Wohnung wirklich streichen möchtest. Als Mieter bist du verpflichtet, sie bei Auszug wieder in den Ausgangszustand zu bringen, sonst könnte dein Vermieter die Kaution einbehalten. Das bedeutet nicht nur Aufwand, sondern auch Kosten, und zwar doppelt, bei Ein- und Auszug.

Unser Tipp: Spar dir das Geld und die Mühe und lass die Wände deiner ersten Wohnung erst einmal weiss. Für kleinere Räumen ist weiss ohnehin gut geeignet, weil es hell ist und optisch vergrössert. Deine individuelle Note schaffst du mit farbiger Dekoration und dem richtigen Lichtkonzept.

6. Zum Schluss: Dekorieren

Wenn die Möbel stehen und die Einrichtung komplett ist, kannst du dich ans Dekorieren machen. Auch hier kannst du dich für preiswerte Lösungen entscheiden und kreierst trotzdem einen coolen Look. Kunstdrucke, Poster oder lustige Postkarten wirken in schlichten Rahmen edel und modern. Leere Wein- oder Ginflaschen kannst du zu stylishen Vasen umfunktionieren. Vielleicht hast du ja auch noch das ein oder andere Teil von zu Hause mitgenommen? Durch persönliche Gegenstände wirst du dich sehr schnell wohlfühlen in deiner ersten eigenen Wohnung.

Unser Tipp: Achte beim Dekorieren auf ein einheitliches Farbschema und nicht zu viele unterschiedliche Materialien. Accessoires stehen ungern alleine rum. Gruppiere sie in ungeraden Zahlen, das sieht edel und stilsicher aus.

Wir wünschen dir viel Spass beim Einrichten deiner ersten eigenen Wohnung!

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