Schlafzimmer einrichten: Unsere Tipps

Wie man sich bettet, so schläft man auch? Grund genug, sich vor dem Einrichten des Schlafzimmers Gedanken zu machen und Ideen zu sammeln. Schliesslich verbringen wir etwa ein Drittel unseres Lebens mit schlafen. Und diese Zeit soll doch bitte so gemütlich und entspannend wie möglich sein.

1. Das Farbkonzept

Wenn du dein Zuhause komplett neu einrichten kannst, ist es eine gute Idee, dein Schlafzimmer nach einem einheitlichen Farbkonzept zu gestalten. Wenn Möbel, Kissen, Wände und Accessoires zusammenpassen, schafft das optisch Ruhe und sieht schick aus.

Die folgenden Wandfarben eignen sich besonders gut für das Schlafzimmer:

  • Blau: Wirkt entspannend, beruhigend und harmonisch.
  • Grün: Frisch und lebendig, dabei aber ebenfalls entspannend.
  • Braun: Natürliche Erdtöne machen den Raum gemütlich und strahlen Wärme aus.
  • Gelb: Die Farbe der Sonne ist warm und belebend. Sie lässt dich gut gelaunt und voller Energie in den Tag starten.
  • Rosa: Die Romantikerin unter den Farben gilt als positiv und sinnlich. Sie macht gelassen und hilft der inneren Ruhe.
  • Creme oder beige: Natürliche Beigetöne sind eine gute Alternative zu reinem Weiss. Sie sind ebenso edel und dezent, schaffen aber gleichzeitig eine kuschelige Atmosphäre.

Diese Wandfarben sind weniger gut für das Schlafzimmer geeignet:

  • Reines Weiss: Zwar passt zu Weiss praktisch alles und man kann auch wenig falsch machen, aber weiße Zimmer wirken schnell kühl und ungemütlich.
  • Rot: Die Signalfarbe Rot ist sehr energetisch und temperamentvoll und wirkt eher aufwühlend als beruhigend.
  • Lila: Ein sattes Lila wirkt anregend und trägt dadurch nicht so stark zur Entspannung bei. Hier kann ein sanftes Flieder eine gute Alternative sein.
  • Dunkle Farben: Streicht man nur eine Wand und ist sparsam mit den Akzenten, kann ein dunkler Farbton auch im Schlafzimmer sehr edel wirken. Hast du aber ein kleines Schlafzimmer, raten wir von zu dunklen Tönen ab, weil sie optisch noch mehr verkleinern. In kleinen Zimmern bist du mit dezenten Farben besser beraten.

Für welchen Farbton du dich entscheidest ist letztlich deinem Geschmack überlassen. Hast du dich aber entschieden, solltest du deinem Konzept treu bleiben und Möbel und Dekoration passend zur gewählten Wandfarbe aussuchen. Hilfreich ist ein „Moodboard“: Nimm dir ein grosses Papier oder einen Karton und schneide verschiedene Möbel, Farben und Accessoires aus Zeitschriften aus. Lege sie auf dein Board und prüfe, welche Farben und Formen gut zusammenpassen. So stellst du sicher, dass du dich für Elemente entscheidest, die auch in dein Konzept passen.

Schlafzimmer einrichten und gestalten

2. Das Bett

Keine Frage, das Bett ist das Herzstück eines jeden Schlafzimmers. Betten gibt es in allen möglichen Formen und Farben, hier entscheidet natürlich dein eigener Geschmack. Bei der Grösse solltest du ein bisschen auf die Masse deines Schlafzimmers schauen. Hast du ein eher kleines Schlafzimmer, solltest du vielleicht nicht zu einem zwei Meter breiten Bett greifen, sonst kann der kleine Raum schnell beengt wirken.

Wie gross dein Bett auch sein soll: Achte unbedingt auf Qualität, hochwertige Materialien und eine gute Verarbeitung. Teste die Matratze ausgiebig, bevor du dich entscheidest. Manche Hersteller bieten sogar an, Matratzen zu Hause zu testen und ein paar Nächte drauf zu schlafen, bevor man sie kauft. Hier gilt: Je länger du auf der Matratze liegst, desto besser wirst du beurteilen können, ob sie bequem ist.

Hast du dich für ein Bett entschieden, solltest prüfen, wo im Zimmer es stehen soll und ob es auch an diese Stelle passt. Geht man nach der Feng Shui Lehre, dann sollte man die folgenden Punkte bei der optimalen Positionierung des Bettes im Schlafzimmer beachten:

  • Das Bett sollte nicht frei im Zimmer stehen, sondern an einer Wand. Das bestärkt das Gefühl der Sicherheit und macht es gemütlich. Bei kleinen Räumen sollte das in der Regel kein Problem sein. Ist es aber nicht möglich, kann man mit einem hohen Kopfteil für Gemütlichkeit sorgen.
  • Die Tür sollte vom Bett aus gut sichtbar sein.
  • Dabei sollte das Fussende aber nicht zur Tür zeigen.
  • Das Bett sollte nicht zwischen Tür und Fenster stehen, weil dort zu viel Energie fliesst.

Interessierst du dich nicht für Feng Shui oder ist es in deiner Wohnung schlichtweg nicht möglich, das Bett nach diesen Regeln zu stellen, kannst du den optimalen Platz aber einfach auch selbst ermitteln: Lege eine Decke an verschiedene Plätze deines Schlafzimmers und leg dich drauf. So kannst du die möglichen Positionen simulieren und dich für die entscheiden, mit der du dich am wohlsten fühlst.

3. Stauraum

Egal, ob du deinen Kleiderschrank im Schlafzimmer hast oder er woanders in der Wohnung steht: Damit du in deinem Schlafgemach auch wirklich die nötige Ruhe und Erholung findest, solltest du deine Klamotten hinter Türen verstecken. Offene Schranksysteme wirken unruhig, unaufgeräumt und die Sachen stauben ein.

Dabei muss es nicht unbedingt der Klassiker vom Schweden sein (obwohl der keinesfalls verkehrt ist). Hast du einen grossen Raum zur Verfügung, könntest du zum Beispiel einen Teil mit Gleittüren zwischen Boden und Decke abtrennen und dahinter mit Regalen und Kleiderstangen arbeiten. So schaffst du eine Art begehbaren Kleiderschrank.

Ein echter Klassiker und Hingucker im Schlafzimmer ist die Sitzbank mit einer Truhe. Stellst du sie ans Fussende des Bettes, verlängerst du optisch die Liegefläche. In der Truhe hast du Platz für Bettwäsche, Handtücher oder Taschen.

Und auch deine Nachttische können Stauraum bieten. Hier kannst du kreativ werden und Gegenstände zweckentfremden: Eine kleine Holzleiter, eine Obstkiste oder eine Schaukel, die von der Decke hängt, können super als Nachttisch dienen. Im Internet kannst du dir Ideen und Inspiration holen.

Schlafzimmer einrichten und gestalten

4. Sitzplatz

Hast du noch eine freie Ecke in deinem Schlafzimmer und weisst nicht wie du sie einrichten solltst? Dann könnte sich dort ein kleiner, bequemer Sessel gut machen. Er schafft Gemütlichkeit und lädt auch tagsüber ein, sich ins Schlafzimmer zurückzuziehen. Mit einer kleinen Leselampe und der richtigen Lektüre kannst du es dir gemütlich machen. Aber Achtung: Ein Sessel im Schlafzimmer lädt nicht nur Leseratten ein, sondern auch getragene Klamottenberge. Das kann schnell unordentlich wirken. Achte deshalb darauf, die Kleidung auch regelmässig wieder im Kleiderschrank zu verstauen.

5. Textilien

Bettwäsche, Vorhänge, Kissen, Tagesdecke, Teppich: Wähle Stoffe und Farben, die gut zueinander passen, deinem Farbkonzept entsprechen und auch mit der Wandfarbe harmonieren. Kissen können tolle farbliche Akzente setzen, ohne zu überladen zu wirken. Hier kannst du bei Farbe und Muster ruhig auch etwas mutiger sein, sind sie doch auch schnell wieder ausgetauscht.

Achte bei deiner Bettwäsche auf gute Qualität, schliesslich kommt sie dir sehr nahe und du verbringst viel Zeit in ihr. Hochwertige Stoffe lassen dich gesund und entspannend ruhen.

Solltest du keine Rollläden oder Jalousien in deinem Schlafzimmer haben, eignen sich spezielle Verdunklungsvorhänge, um das Licht draussen zu lassen. Diese gibt es auch in unterschiedlichen Farben.

Mit einer schönen Tagesdecke ist dein Bett in zwei Minuten gemacht und sieht ordentlich und einladend aus. Wer legt sich abends schon gerne in ein zerwühltes und verknittertes Bett von gestern? Also: Bettwäsche aufschütteln, glatt streichen, Tagesdecke und Kissen drauf und am Morgen schon auf den Abend freuen.

6. Dekoration

Sorgfältig ausgewählte Accessoires setzen Highlights und verleihen deinem Schlafzimmer das richtige Ambiente. Auch hier gilt: Vasen, Blumentöpfe, Kerzen oder Bilderrahmen sollten deinem Farbkonzept folgen und zurückhaltend dezent platziert werden. Hier ist weniger oft mehr: Gib einzelnen Accessoires genug Raum, um zu wirken. Vollgeladene Fensterbretter wirken unruhig und belastend.

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7. Pflanzen

Pflanzen im Schlafzimmer? Ja klar, unbedingt! Sofern du nicht allergisch gegen sie bist, schaffen Pflanzen eine tolle Frische und lebendige Atmosphäre. Es gibt sogar Pflanzen, die sich besonders gut fürs Schlafzimmer eignen:

  • Aloe Vera: Sieht nicht nur schön aus, sie gibt nachts sogar Sauerstoff ab und reinigt die Luft.
  • Gerandeter Drachenbaum: Er ist pflegeleicht, bringt ein sattes Grün in den Raum und ist nebenbei noch ein grossartiger Luftreiniger.  
  • Lavendel: Der wohltuende Duft wirkt beruhigend und entspannend. Stress wird abgebaut und die Stimmung erhellt.
  • Jasmin: Nicht jedermanns Sache, aber wer den speziellen Jasminduft liebt, tut sich mit ihm etwas Gutes im Schlafzimmer. Jasmin gilt als schlaffördernd, beruhigend und aggressionshemmend.

8. Licht

Es gibt wohl kein besseres Interieur-Instrument als das richtige Licht. Deswegen solltest du beim Schlafzimmer einrichten ein besonderes Augenmerk auf die Beleuchtung werfen. Schliesslich soll der Raum ja gemütlich und entspannend wirken. Auf grelles Licht kannst du hier verzichten, die Deckenlampe darf ruhig auch Gemütlichkeit ausstrahlen. Neben dem Hauptlicht empfehlen wir dezentes, indirektes Licht. Eine Stehlampe am Sessel, dezente Leseleuchten am Bett: Knipse sie an, bevor du schlafen gehst und freu dich auf dein kuscheliges Bett und eine entspannte Nacht.

Wir wünschen dir süsse Träume! 

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