Checkliste für die erste eigene Wohnung

Raus aus Hotel Mama und rein ins eigenständige Leben: Die erste eigene Wohnung ist ein grosser und sehr aufregender Schritt. Mit unserer Checkliste bist du bestens vorbereitet und erfährst, was du beachten solltest.

Schritt 1: Die richtige Wohnung finden

Bestimmt hast du schon eine Vorstellung, wie deine Traumwohnung aussehen soll und in welcher Lage du leben möchtest. Leider liegen Traum und Realität häufig etwas voneinander entfernt. Damit deine Wohnungssuche erfolgreich ist, solltest du die folgenden Punkte definieren:

  • Ort
  • Grösse (Zimmer & Quadratmeter)
  • Miete

Unser Tipp: Eine Faustregel besagt, dass die Warmmiete der Wohnung nicht mehr als ein Drittel des verfügbaren Netto-Haushaltseinkommens betragen sollte. Vergiss auch nicht, dass du deinem Vermieter eine Mietkaution wirst überweisen müssen. Diese beträgt üblicherweise drei Monatskaltmieten und wird erst nach Auszug (wenn es keine Schäden an der Wohnung gab) wieder zurückgezahlt.

Bei Ort und Grösse der Wohnung ist es hilfreich ein wenig flexibel zu sein. So kannst du beispielsweise im Umkreis um einen Ort suchen. Mit den drei oben genannten Angaben kannst du auf Immobilienportalen wie Homegate deine Suche starten.

Unser Tipp: Richte dir direkt einen Suchabo ein, dann wirst du sofort per E-Mail benachrichtigt, wenn eine neue Wohnung, die zu deinen Kriterien passt, verfügbar ist. Hierzu gibst du bei Homegate einfach eine Suche mit deinen Daten ein, auf der Ergebnisseite kannst du dann die E-Mail-Benachrichtigung einrichten.

Schritt 2: Die Wohnung besichtigen

Hast du eine passende Wohnung gefunden und konntest du einen Besichtigungstermin vereinbaren, wird es spannend: Ist die Wohnung in Realität genauso attraktiv, wie im Angebot? Passt sie zu mir? Und wenn ja, kann ich den Vermieter von mir als Mieter überzeugen?

Tatsächlich ist es in grossen Städten und Ballungszentren mittlerweile üblich, dass Mietinteressenten sich mit einer Art Bewerbungsmappe beim Vermieter vorstellen. Diese kann die folgenden Unterlagen enthalten:

  • Anschreiben: Wer bin ich und warum möchte ich gerne die Wohnung mieten?
     
  • Bewerbungsformular: Oft liegt ein solches Formular bei der Wohnungsbesichtigung oder es wird einem bereits vorab zugeschickt.
     
  • Betreibungsregisterauszug: Dein künftiger Vermieter möchte natürlich wissen, ob du die Miete (rechtzeitig) bezahlen kannst.
     
  • Aufenthaltsgenehmigung: Wenn du nicht die Schweizer Staatsbürgerschaft hast.
     
  • Arbeitsnachweis: Das kann entweder eine Kopie des Arbeitsvertrags sein oder eine vom Arbeitgeber ausgestellte Bestätigung.
     
  • Lohnnachweis: Viele Vermieter fragen nach den letzten 3 Lohnausweisen. Du bist natürlich nicht verpflichtet, diese zu offenbaren. Wenn es aber viele Bewerber gibt, könnte es helfen, den Zuschlag zu bekommen. Solltest du keinen eigenen Lohn haben, können deine Eltern für dich bürgen. Dies kannst du auch schriftlich festhalten lassen.
     
  • Referenzen: Der Vermieter möchte sich ein Bild von seinem zukünftigen Mieter machen. Da hilft die Meinung Dritter natürlich enorm. Du kannst dir beispielsweise eine schriftliche Referenz deines Arbeitgebers ausstellen lassen oder den Kontakt als Referenz angeben. In dem Fall solltest du deinen Chef aber vorher fragen.

Wenn dir die Wohnung bei der Besichtigung zusagt, hilft es natürlich einen guten Eindruck zu hinterlassen. Erscheine pünktlich, zeig dein Interesse und versuche mit der vermietenden Partei ins Gespräch zu kommen. So bleibst du im Gedächtnis.

Schritt 3: Umzug planen

Du hast den Zuschlag für deine Traumwohnung erhalten und den Mietvertrag unterschrieben? Prima! Dann kannst du schon mal anfangen den Umzug zu planen.

Du solltest dich zuerst fragen, ob du mit privaten Helfern oder mit einem Umzugsunternehmen zügeln möchtest. Beides hat Vor- und Nachteile, am Ende ist es aber gerade bei der ersten eigenen Wohnung wohl eine Frage des Geldes.

Mit den Homegate Checklisten für deine Umzugsplanung kannst du in die Planung starten. Erfahre auf unserer Seite zum Kisten packen, wie das Packen und der Umzug stressfrei und schnell über die Bühne gehen.

Schritt 4: Die Wohnungsübergabe

Vorher brauchst du aber noch den Schlüssel zu deiner ersten Wohnung. Diesen bekommst du bei der Wohnungsübergabe. Hier solltest du auf Folgendes achten:

  • Wohnungsübergabeprotokoll: Dort wird der Zustand der Wohnung genau dokumentiert und alle Mängel und Schäden festgehalten. Am Ende wird es von Mieter und Vermieter unterschrieben.
     
  • Mängel: Achte genau auf alle Mängel, die die Wohnung hat. Ist etwas zerkratzt oder kaputt? Funktionieren die elektrischen Geräte? Wie ist der Zustand der Wände und des Bodens? Die Homegate Checkliste für die Wohnungsbesichtigung hilft dir, an alles zu denken.
     
  • Haftung: Du bist für den Zustand der Wohnung, so wie er im Übergabeprotokoll dokumentiert wurde, verantwortlich. Das heisst, dass du verpflichtet bist, die Wohnung in diesem Zustand wieder zurückzugeben (wenn nichts anderes vereinbart wurde).
     
  • Unterschrift: Unterschreibe das Protokoll erst, wenn du sicher bist, dass alles entsprechend erfasst wurde und auch definiert wurde, wer allfällige Mängel zu beseitigen hat. Unterschreibe auch erst, wenn du wirklich alles verstanden hast. Im Zweifel frag lieber noch einmal nach, damit es nach Mietende keine Missverständnisse gibt.
     
  • Wohnungsrückgabe: Auch wenn du daran im Moment nicht denkst, lohnt es sich jetzt schon zu klären, in welchem Zustand du die Wohnung zurückgeben sollst. Besprich das am besten direkt mit dem Vermieter. Hast du die Wohnung beispielsweise mit farbigen Wänden übernommen? Können die später so bleiben oder wird erwartet, dass du sie weiss streichst? In dem Fall wäre nämlich eigentlich dein Vormieter dafür verantwortlich.

Schritt 5: Der Umzug

Endlich ist es soweit: Du ziehst in deine erste eigene Wohnung. Ob mit Freunden, Familie oder dem Umzugsunternehmen. Lade dir unsere Checkliste für den Umzug runter, damit vor lauter Vorfreude nichts in Vergessenheit gerät.

Checkliste für die erste Wohnung
© freepik

Schritt 6: Formalitäten nach dem Umzug

Bevor du es dir in deiner ersten eigenen Wohnung gemütlich machst, musst du in den nächsten Tagen noch ein paar wichtige Dinge erledigen:

  • Anmelden: Melde dich innerhalb von 14 Tagen nach dem Tag des Umzugs bei der Einwohnerkontrolle oder dem Bürgeramt deiner neuen Stadt an.
     
  • Adresse ändern: Alle deine Kontakte (privat und beruflich) sollten deine neue Adresse erfahren. Mache dir am besten eine Liste, wen du benachrichtigen musst. Hierzu gehören natürlich auch Behörden, Versicherungen, Banken, Ärzte etc.
     
  • Versicherungen: Schliesse eine Hausrats- und eine Privathaftpflichtversicherung ab.
     
  • Internet & Telefon: Sollte dein Telekommunikationsbetreiber an deiner neuen Adresse nicht verfügbar sein, informiere dich über die möglichen Angebote, damit du nicht ohne Internet in deiner ersten eigenen Wohnung sitzt.

Schritt 7: Einrichten der eigenen Wohnung

Das Einrichten der ersten eigenen Wohnung gehört sicher zu den Dingen, die am meisten Spass machen. Vermutlich hast du dir auch schon länger darüber Gedanken gemacht, welche Möbel du wo hinstellen möchtest.

Gerade bei jungen Leuten kann das Geld nach einem Umzug aber knapp werden und man kann sich nicht einfach komplett neu einrichten. Es gibt viele Möglichkeiten sich Möbel kostengünstig selbst zu bauen oder vorhandene Möbelstücke anders einzusetzen. So können beispielsweise Europaletten in Wohnzimmer und Schlafzimmer als Bettkasten, Couchrahmen oder Couchtisch dienen. Ein Tritt kann im Schlafzimmer als Nachttisch genutzt werden. Ein schöner, dicker Ast kann an Ketten aufgehängt im Flur die Kleiderstange ersetzen. Und im Badezimmer kann man seine Handtücher an einer hübschen Holzleiter aufhängen, die man an die Wand lehnt.

Unser Tipp: Auf der Plattform Pinterest findest du jede Menge toller „DIY“-Möbel, die du einfach nachbauen kannst. Auf unsere Seite zu den Tipps nach dem Umzug erfährst du ausserdem, was du am besten gleich erledigst und nicht auf die lange Bank schiebst.

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