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Bilder für Wohnungsinserate: Darauf kommt es an
Die Bilder sind das Erste, was Wohnungssuchende bei einem Inserat wahrnehmen: Ob sie klicken oder weiterscrollen, entscheidet sich oft in wenigen Sekunden. Wir zeigen dir, wie du mit einfachen Mitteln hochwertige Inseratefotos erstellst – und so mehr passende Anfragen erhältst.
Warum Bilder bei Immobilieninseraten so wichtig sind
Die Immobiliensuche findet hauptsächlich online statt und ist stark visuell geprägt. Wohnungssuchende vergleichen mehrere Inserate gleichzeitig und scrollen schnell durch die Ergebnisse. Dabei entscheidet oft der erste Eindruck – und dieser entsteht fast immer über die Bilder. Noch bevor Interessierte den Inseratetext lesen, fällt innerhalb weniger Sekunden die Entscheidung: Passt das für mich oder scrolle ich weiter?
Ansprechendes Bildmaterial ist also matchentscheidend. Schlechte Fotos hingegen führen dazu, dass ein Inserat übersehen wird, selbst dann, wenn die Wohnung an sich attraktiv ist.
Die gute Nachricht: Für überzeugende Inseratefotos braucht es weder Profi-Equipment noch fotografische Vorkenntnisse. Mit einem Smartphone und ein paar einfachen Grundregeln lassen sich hervorragende Bilder für dein Wohnungsinserat erstellen.
3 häufige Foto-Fehler bei Immobilieninseraten
Viele machen bei den Wohnungsfotos unbewusst ähnliche Fehler, die sich direkt auf die Attraktivität des Inserats auswirken. Welche das sind und wie du sie vermeidest, sehen wir uns hier anhand von typischen Beispielen zusammen an (die Bilder sind mit KI generiert und zeigen die Fehler zwecks Veranschaulichung extra etwas 'übertrieben'):
Fehler 1: Bild zu dunkel
Der Klassiker: Die Bilder sind zu dunkel. Fotos mit zu wenig Tageslicht wirken natürlich wenig heimelig und führen dazu, dass das Inserat schnell übersehen wird.
- Räume sehen kleiner, enger und weniger einladend aus
- Details und Raumaufteilung sind schlechter erkennbar
- Die Wohnung erscheint älter oder weniger gepflegt
Besser: Helle Bilder
Achte darauf, das Tageslicht optimal zu nutzen und die Wohnung in wohlig-warmer Atmosphäre zu präsentieren:
- Fotos tagsüber aufnehmen
- Vorhänge und Storen öffnen
- Bei Bedarf zusätzliches Licht einschalten, um Schatten auszugleichen
Fehler 2: Personen auf den Bildern
Auch wenn man damit vermeintlich eine schöne Alltagssituation darstellt: Personen (und insbesondere Kinder) haben auf Wohnungsinseraten nichts verloren.
Zum einen lenken Menschen vom Raum ab und erschweren es Interessierten, sich selbst in der Wohnung vorzustellen. Zum anderen spielen auch Persönlichkeitsrechte eine Rolle: Sobald eine Person erkennbar abgebildet ist, darf das Foto nur mit deren ausdrücklicher Zustimmung veröffentlicht werden.
Besser: Komplett auf Personen verzichten
Um rechtliche Risiken und Missverständnisse zu vermeiden, empfiehlt es sich, ganz auf Personen zu verzichten (achte auch auf zufällige Spiegelungen in Fenstern oder Spiegeln).
Ein Kinderzimmer darf schon als solches erkennbar sein, aber spielende Kinder zu zeigen, ist etwas für professionelle Marketingkampagnen und nichts für ein Wohnungsinserat.
Im Übrigen ist auch von Haustieren auf den Fotos eher abzuraten, da sie zu fest ablenken.
Fehler 3: Unordnung
Herumliegende Kleidung, persönliche Gegenstände oder Alltagsobjekte wirken störend und lassen den Raum kleiner und unübersichtlicher wirken.
Ausserdem entsteht schnell ein schmuddeliger Eindruck, der sich sofort auf die ganze Wohnung überträgt und es Interessierten erschwert, sich hier ein neues Zuhause vorzustellen.
Und der ganzen Welt eine auf dem Boden liegende Unterhose zu zeigen, ist wohl eh nicht sonderlich angemessen.
Besser: Aufräumen
Damit deine Wohnung schön gepflegt daherkommt, solltest du sie vor deinem Fotoshooting feinsäuberlich aufräumen: Absolute No-Gos sind zum Beispiel schmutzige Socken auf dem Boden, volle Aschenbecher auf dem Tisch oder benutztes Geschirr in der Küche.
Vorsicht auch bei Deko-Elementen – weniger ist mehr. Es spricht nichts gegen Pflanzen oder ein Bild an der Wand, solange sie dezent sind. Eine riesige Flagge eines Fussballclubs oder ein Poster eines Actionfilms ziehen zu viel Aufmerksamkeit auf sich.
Weitere Fehler bei der Erstellung von Inseratebildern
Ungünstige Perspektive
Schiefe Linien oder Aufnahmen aus zu tiefer oder zu hoher Position verfälschen die Raumwirkung und wirken unprofessionell. Wichtig ist es deshalb, die Kamera etwa auf Brusthöhe zu halten, gerade Linien (Wände, Türen, Fenster) zu berücksichtigen und extreme Weitwinkel zu vermeiden.
Achte ausserdem darauf, alle Fotos im Querformat zu erstellen, da sich diese besser für Inserate und die Vorschaufunktion auf Immobilienportalen eignen.
Zu viele Details
Nahaufnahmen von Dekoration, Pflanzen oder Möbelstücken helfen kaum dabei, einen Gesamteindruck der Wohnung zu gewinnen. Lieber möglichst den gesamten Raum auf den Bildern festhalten.
Bildbearbeitung: dezent bleibt glaubwürdig
Auch bei der Nachbearbeitung der Bilder gilt grundsätzlich: weniger ist mehr. Leichte Korrekturen sind erlaubt und verbessern sogar das Resultat – das Ganze muss aber im Rahmen bleiben und darf nicht in die Irre führen.
✔ Helligkeit und Kontrast etwas anpassen
✔ Leichte Farbkorrekturen
✘ Keine starken Filter
✘ Keine irreführenden Retuschen
Ziel ist ein ehrlicher Eindruck der Wohnung, nicht ein perfektes Hochglanzbild.
Welche Räume sollten fotografiert werden?
Damit sich die Suchenden ein umfassendes Bild der Wohnung machen können, solltest du von jedem Raum mindestens ein aussagekräftiges Foto bereitstellen. Da jedoch nicht alle Räume gleich wichtig sind, kannst du dich an folgender Reihenfolge für die Bildergalerie im Inserat orientieren:
- Wohnzimmer (oft das Titelbild)
- Küche
- Schlafzimmer
- Badezimmer
- Zusätzliche Zimmer wie zum Beispiel ein Arbeitszimmer, Home-Gym etc.
- Balkon oder Garten
- Aussicht
- Gebäude von aussen
- Keller, Estrich, Garage, Veloabstellplätze
- Zum Schluss noch der Grundriss
Wie viele Bilder optimal sind, kann natürlich nicht abschliessend beantwortet werden – einfach genug, damit die gesamte Wohnung vollständig dokumentiert ist, aber das Ganze auch nicht überbordet (unzählige Bilder wirken sogar abschreckend).
Am besten versetzt du dich in die Lage der Suchenden und überlegst dir, welche Bilder für dich selber in einem Inserat obligatorisch wären und wie sie dich am meisten ansprechen würden.