Wohnungsübergabe planen

Bei Mietantritt sollte der Mieter mit dem Vermieter ein Übernahmeprotokoll erstellen. Dabei sind sämtliche Schäden festzuhalten und zu protokollieren. Der Mieter sollte daran denken, dass das Protokoll verhindert, dass er beim Auszug Schäden bezahlt, die der Vormieter verursacht hat.

Mängel eingeschrieben melden

Mängel, die man bei der Übernahme nicht sieht, sind dem Vermieter je nach Mietvertrag innert 10 bis 30 Tagen nach Wohnungsübergabe schriftlich und eingeschrieben zu melden.

Vom Vermieter zu beseitigende Mängel

Mittlere und schwere Mängel muss der Vermieter beseitigen. Dazu gehören: Nicht funktionierende technische Einrichtungen; abblätternde Tapeten; Ungeziefer. Als unbewohnbar gelten Wohnungen mit starkem Schimmelbefall und solche, die im Winter trotz eingeschalteter Heizung nicht wärmer als 17 Grad werden. Man sollte mit dem Vermieter schriftlich vereinbaren, bis wann solche Mängel beseitigt werden.

Mietzinsreduktion infolge Mängel

Falls der Vermieter sein Versprechen bezüglich Beseitigung mittlerer bis schwerer Mängel nicht hält, sollte ihm der Mieter schriftlich und eingeschrieben eine Nachfrist setzen. Gleichzeitig sollte er eine Mietzinsreduktion fordern und ihm ankündigen, dass er die Miete nach Ablauf der Nachfrist bei der Schlichtungsstelle hinterlegt. Eigenmächtig sollte man allerdings keine Abzüge machen, sondern sich an den Mieterverband oder an die Schlichtungsbehörde wenden.

Ist die Wohnung im Urzustand?

Falls man vom Vormieter etwas übernimmt, sollte man daran denken, dass man beim eigenen Auszug vom Vermieter unter Umständen aufgefordert wird, den Urzustand herzustellen. Das kann dann unangenehm werden, wenn es sich z. B. um vom Vormieter dunkelbraun gestrichene Zimmerwände handelt, oder um von ihm verklebte oder genagelte Spannteppiche. Am Besten hält man schriftlich fest, wer der vermietenden Partei gegenüber wofür haftet und lässt diese Abmachung von allen unterzeichnen (also: vom alten und neuen Mieter sowie vom Vermieter).

Die Wohnung muss am letzten Tag der Mietdauer während der üblichen Geschäftszeiten abgegeben werden. Es empfiehlt sich, den Abgabetermin rechtzeitig mit dem Vermieter zu besprechen. Bei der Wohnungsübergabe muss der Mieter sämtliche Schlüssel (auch nachgemachte) abgeben.

Räumen und reinigen

Am Tag der Wohnungsrückgabe müssen nicht nur die Wohnung, sondern auch allfällige Nebenräume (Keller, Estrich, Garage usw.) vollständig geräumt und gründlich gereinigt sein. Ohne entsprechende Vereinbarung im Mietvertrag kann der Mieter die Reinigung selber machen oder durch ein Reinigungsinstitut ausführen lassen. Beim Reinigungsinstitut sollte der vereinbarte Pauschalpreis eine Abnahmegarantie enthalten. Bei der Abgabe sollte stets ein Vertreter des Reinigungsinstitutes dabei sein, damit allfällige Nachreinigungsarbeiten sofort ausgeführt werden können.

Abnahmeprotokoll

Bei der Rückgabe des Wohnobjekts muss ein gemeinsames Abnahmeprotokoll erstellt werden. Im Protokoll wird alles aufgeführt, was in der Wohnung nicht in Ordnung ist. Die Mängel müssen möglichst genau beschrieben werden. Mängel, die auf dem Protokoll zu Lasten des Mieters aufgeführt sind und von diesem unterzeichnet wurden, gelten als vom Mieter anerkannt.

Vorbehalte bei der Mängelliste

Unterschreiben Sie das Abnahmeprotokoll nur dann, wenn Sie alles verstanden haben. Bei Unsicherheit unterzeichnen Sie nicht oder nur mit eindeutigem Vorbehalt. In diesem Fall nehmen Sie zusätzlich zu den von Ihnen nicht anerkannten Positionen mit eingeschriebenem Brief Stellung und wenden Sie sich eventuell an den örtlichen Mieterverband. Bewahren Sie die Kopie des von Ihnen und vom Vermieter unterzeichneten und datierten Protokolls sowie die Kopie Ihres Schreibens mit Einschreibequittung auf. Es besteht keine gesetzliche Verpflichtung, ein Rückgabeprotokoll zu unterschreiben. Weigert sich der Vermieter, die Wohnung abzunehmen, schickt man ihm die Schlüssel mit eingeschriebenem Brief zu.