Mietzins

Im Mietvertrag festgehalten wird in der Regel der monatliche Mietzins und wie sich dieser zusammensetzt (Nettomietzins plus Nebenkosten). Werden keine Nebenkosten erwähnt, wird davon ausgegangen, dass diese im Mietzins inbegriffen sind.

Mietzinserhöhungen

Der Mietzins kann auf den nächstmöglichen Kündigungstermin erhöht werden. Ausgenommen sind Mietverträge mit fester Vertragsdauer. Für eine Mietzinserhöhung muss der Vermieter ein vom Kanton genehmigtes Formular verwenden. Dieses muss dem Mieter  mind. 10 Tage vor Beginn der Kündigungsfrist zugehen. Die Erhöhung muss klar begründet und detailliert angegeben werden. In der Regel sind die Mietzinsen vom Referenzzinssatz, dem Teuerungsverlauf (Landesindex) und den Unterhaltskosten des Vermieters abhängig.

Referenzzinssatz

Nach der auf den 1. Januar 2008 geänderten Verordnung zum Mietrecht ist für die Mietzinsgestaltung ein für die ganze Schweiz geltender Referenzzinssatz massgebend. Dieser wird vierteljährlich erhoben und vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement publiziert.

Teuerung und Unterhaltskosten

Beim Landesindex dürfen 40 Prozent der Teuerung für eine Mietzinserhöhung verwendet werden. Die Unterhaltskosten hingegen muss der Vermieter laut Bundesgericht klar nachweisen, im Detail angeben und darf diese nicht in Pauschalen überwälzen. Fazit: Als Mieter sollte man nur klar begründete Mietzinserhöhungen akzeptieren.

Mietzinserhöhung nach Renovation

Nach einer Renovation erlaubt das Gesetz dem Vermieter, bei Mehrleistungen die Miete zu erhöhen. Falls nur Geräte ausgewechselt werden, berechtigt das zu keiner Mietzinserhöhung. Werden aber zusätzliche Geräte eingebaut oder Küche, Bad oder gar die ganze Wohnung total saniert, darf die Miete erhöht werden.

Erhöhung anfechten

Eine Mietzinserhöhung kann von der Mieterschaft innert 30 Tagen nach Empfang bei der Schlichtungsbehörde angefochten werden, wenn sie diese für unberechtigt hält. Verpasst sie diese Frist, wird die Erhöhung wirksam.

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